Elektrolyte Kaufberatung
Alles, was du wissen musst, bevor du Elektrolyt-Präparate kaufst – von unseren Experten zusammengestellt.
Welches Elektrolytpulver hilft wirklich, wenn du nach dem Sport, an heißen Tagen oder bei Durchfall Salze nachfüllen musst? Für unseren Elektrolyte-Vergleich 2026 haben wir fünf Präparate angerührt und probiert, vom Arzneimittel aus der Apotheke bis zum zuckerfreien Sportpulver. Unsere Top-Empfehlung bei Durchfall ist Elotrans, das verlorene Flüssigkeit und Salze ersetzt und uns auch geschmacklich am meisten zugesagt hat. Unser Favorit für Sport und Hitze ist Elotrans reload mit fruchtigem Orangenaroma. Wer dabei auf Zucker verzichten will, greift zur zuckerfreien Alternative Aavalabs Pure Electrolytes. In diesem Artikel erfährst du, warum der Natriumgehalt auf der Packung zählt, wann Zucker sinnvoll ist und wann du gar keine Elektrolyte brauchst.
Wer stark schwitzt oder mit einem Magen-Darm-Infekt im Bett liegt, verliert neben Wasser auch Salze wie Natrium und Kalium. Elektrolytpulver sollen diese Verluste ausgleichen, doch hinter ähnlich aussehenden Beuteln stecken ganz verschiedene Produkte: ein zugelassenes Arzneimittel für den Flüssigkeitsverlust bei Durchfall und Nahrungsergänzungsmittel für Sport und heiße Tage. Wir haben fünf Präparate verglichen, angerührt und probiert. Im Mittelpunkt standen dabei die Natriummenge pro Portion und der Zuckergehalt, beim Probieren auch der Geschmack.
Bei Durchfall ist Elotrans unsere Top-Empfehlung: Es ist das einzige Arzneimittel im Vergleich und für den Ersatz von Salzen und Flüssigkeit bei Durchfallerkrankungen zugelassen. Für Sport und Hitze ist Elotrans reload unser Favorit, das fast gleich zusammengesetzte Doppelherz system Elektrolyte Recharge ist eine gute Alternative mit ebenfalls etwas Traubenzucker. Ganz ohne Zucker kommt Aavalabs Pure Electrolytes aus. Am wenigsten überzeugt hat uns Redcare Vita Elektrolyte, auf dessen Packung der Natriumgehalt fehlt.
| Präparat | Natrium pro Portion | Portion | Reicht für | Kosten pro Portion* |
|---|---|---|---|---|
| Elotrans | 424 mg | 1 Beutel in 200 ml | 10 Portionen | 0,50 € |
| Elotrans reload | 340 mg | 1 Beutel in 200 ml | 15 Portionen | 0,57 € |
| Doppelherz system Elektrolyte Recharge | 340 mg | 1 Beutel in 200 ml | 20 Portionen | 0,35 € |
| Aavalabs Pure Electrolytes | 701 mg | 1 Stick in 500 ml | 30 Portionen | 0,73 € |
| Redcare Vita Elektrolyte | nicht angegeben** | 1 Beutel in 200 ml | 20 Portionen | 0,38 € |
* Kosten pro Portion: günstigster Preis auf preisvergleich.org am 07.10.2026, geteilt durch die Zahl der Portionen in der Packung. Tagespreise ändern sich, den aktuellen Stand zeigt die Produktkachel. Eine Portion ist ein Beutel oder Stick. Als Tagesmenge empfehlen Aavalabs einen Stick, Redcare einen Beutel und Elotrans reload nach Bedarf höchstens zwei Beutel. Doppelherz empfiehlt zwei Beutel täglich, das sind 680 mg Natrium für 0,69 € am Tag. Elotrans wird nur bei Durchfall genommen, Erwachsene nehmen ein bis zwei Beutel nach jedem Stuhlgang. ** Redcare nennt keinen Natriumgehalt. Aus den angegebenen Mengen an Kalium und Chlorid ergeben sich rechnerisch mindestens rund 270 mg Natrium pro Beutel.
Elotrans ist als einziges Produkt im Vergleich ein apothekenpflichtiges Arzneimittel. Zugelassen ist es, um bei Durchfallerkrankungen verlorene Salze und Flüssigkeit zu ersetzen. Ein Beutel wird in genau 200 ml Wasser gelöst und liefert dann 424 mg Natrium, dazu Kalium und Traubenzucker in einem fest vorgegebenen Verhältnis. Die Mischung entspricht der früheren Standard-Trinklösung der WHO, die sich weltweit bewährt hat. Inzwischen empfiehlt die WHO eine etwas verdünntere Variante, mehr dazu weiter unten im Kaufberater. Erwachsene nehmen laut Packungsbeilage ein bis zwei Beutel nach jedem Stuhlgang, ohne ärztlichen Rat höchstens 36 Stunden lang. Bei Säuglingen und Kleinkindern gehört Durchfall immer zum Arzt. Geschmacklich hat uns die tee-braune Lösung mit Zitronen- und Teearoma von allen fünf Produkten am besten gefallen. Die Packung mit zehn Beuteln ist bei heftigem Durchfall allerdings schnell leer. Für Sport und Hitze ist Elotrans nicht gedacht, bei Durchfall ist es im Vergleich unsere erste Wahl.
→ Zum ausführlichen Artikel: Elotrans
Trotz des Namens ist Elotrans reload kein Elotrans mit Orangengeschmack, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel für die Zeit nach dem Sport oder einem langen, heißen Tag. Ein Beutel liefert 340 mg Natrium, dazu Kalium, Magnesium und mit 2,7 g Glucose nur wenig Zucker, gesüßt wird zusätzlich mit Sucralose. Uns gefällt, dass das Pulver mehr Natrium enthält als Kalium und Magnesium zusammen. Cholin sowie die Vitamine B2 und B5 kommen hinzu. Im Glas wird das Getränk hellgelb und schmeckt fruchtig nach Orange, ohne zu süß zu sein. Von den Nahrungsergänzungsmitteln hat es uns damit am besten geschmeckt. Das Pulver ist vegan, und Kinder ab vier Jahren dürfen laut Hersteller einen Beutel am Tag trinken. Mit 15 Beuteln ist die Packung allerdings klein, bei zwei Beuteln am Tag reicht sie gut eine Woche. Weil es sich so angenehm trinken lässt und das Natrium stimmt, ist reload unser Favorit für Training und heiße Tage.
→ Zum ausführlichen Artikel: Elotrans reload
Das Doppelherz system Elektrolyte Recharge ist fast ein Zwilling von Elotrans reload. Pro Beutel stecken ebenfalls 340 mg Natrium drin, dazu Kalium, etwas mehr Magnesium und 3 g Glucose. Außerdem enthält es Cholin und die Vitamine B2, B5 und B12. Gesüßt wird mit Cyclamat und Saccharin. Bei zwei Beuteln am Tag reicht die Packung zehn Tage. Doppelherz empfiehlt zwei Beutel täglich, damit bleibst du beim Magnesium unter der Höchstmenge, die das Bundesinstitut für Risikobewertung für Nahrungsergänzungsmittel vorschlägt. Das trüb-gelbe Getränk schmeckt nach Orange und hat uns gut gefallen, deutlich besser als Aavalabs und Redcare, reload lag nur knapp davor. Vegan ist das Pulver ebenfalls. Für Kinder unter 12 Jahren ist es laut Hersteller nicht geeignet, bei einer Nieren- oder Herzerkrankung sollst du wegen des Kaliums vorher mit dem Arzt sprechen. Zwischen Doppelherz und reload entscheiden am Ende Geschmack und Preis.
→ Zum ausführlichen Artikel: Doppelherz system Elektrolyte Recharge
Das Aavalabs Pure Electrolytes ist die Alternative zu Elotrans reload und Doppelherz system Elektrolyte Recharge, wenn du beim Sport ganz ohne Zucker auskommen möchtest. Süßstoff und Aroma fehlen ebenfalls. Ein Stick wird in einem halben Liter Wasser angerührt und liefert 701 mg Natrium, pro Liter ist das Getränk damit etwas schwächer konzentriert als reload und Doppelherz. Dazu kommen Chlorid, Kalium, Magnesium und eine ordentliche Portion Calcium, laut Hersteller also fünf Elektrolyte und zusätzlich Phosphor. So breit ist keines der anderen Pulver aufgestellt. Das passt zu einem heißen Arbeitstag oder einer Einheit, nach der du ohnehin isst und keinen zusätzlichen Zucker brauchst. Im Glas wird das Getränk milchig-trüb und schmeckt deutlich salzig. Lecker fanden wir das ehrlich gesagt nicht, trinken ließ es sich aber problemlos. Pro Stick zahlst du am meisten, für die gleiche Menge Natrium aber kaum mehr als bei Doppelherz. Gedacht ist das Pulver laut Hersteller nur für Erwachsene. Für den zuckerfreien Salzausgleich ist es die konsequenteste Mischung.
→ Zum ausführlichen Artikel: Aavalabs Pure Electrolytes
Redcare Vita Elektrolyte ist die Eigenmarke der Versandapotheke Shop Apotheke und auf den ersten Blick ein typisches Elektrolytpulver mit Traubenzucker und Orangengeschmack. Ein Beutel liefert laut Packung 300 mg Kalium und knapp 700 mg Chlorid. Beim wichtigsten Wert bleibt die Angabe aber aus: Obwohl Salz auf der Zutatenliste steht, nennt Redcare keinen Natriumgehalt. Gerade bei einem Elektrolytprodukt gehört diese Zahl auf die Packung. Nach einem schweißtreibenden Tag kannst du so kaum abschätzen, wie viel Natrium eine Portion tatsächlich ersetzt. Auch geschmacklich hat uns das knallgelbe Getränk von allen fünf am wenigsten überzeugt. Seine Farbe verdankt es dem Farbstoff Carotin, gesüßt wird zusätzlich mit Saccharin. Positiv ist der niedrige Preis pro Beutel. Angerührt ist das Getränk schnell, ein Beutel kommt in 200 ml Wasser. Für Kinder unter 12 Jahren ist das Pulver laut Hersteller nicht geeignet. Unterm Strich sehen wir keinen Grund, Redcare den anderen Produkten vorzuziehen.
→ Zum ausführlichen Artikel: Redcare Vita Elektrolyte
Für diesen Vergleich haben wir fünf Elektrolyt-Präparate mit unterschiedlichen Konzepten ausgewählt: ein Arzneimittel zur Rehydratation bei Durchfall und vier Nahrungsergänzungsmittel, drei davon mit Traubenzucker und eines ganz ohne Zucker. Bewertet haben wir den Natriumgehalt pro Portion, die übrigen Elektrolyte, die Zuckermenge, Zusätze wie Vitamine und Süßstoffe sowie die Zubereitung und den Geschmack.
Alle fünf Präparate hatten wir selbst in der Hand. Wir haben sie nach Herstellerangabe in Wasser angerührt und probiert. Geschmacklich lagen Elotrans, Elotrans reload und Doppelherz vorn: Elotrans gefiel uns am besten, reload mit seinem fruchtigen, nicht zu süßen Orangengeschmack knapp vor Doppelherz. Aavalabs schmeckte deutlich salzig, ließ sich aber gut trinken, Redcare schnitt geschmacklich am schlechtesten ab. Den Ausschlag für die Rollen gab am Ende die Frage, ob die Zusammensetzung zum Einsatzzweck passt. Ein Labortest ist das ausdrücklich nicht: Wir haben weder den Elektrolytgehalt nachgemessen noch die Produkte auf Verunreinigungen geprüft, sondern die Herstellerangaben ausgewertet und die Getränke im Alltag beurteilt.
Elektrolytpulver sollen ausgleichen, was der Körper an Wasser und Salzen verloren hat, sei es beim Training in der Sommerhitze oder während eines Magen-Darm-Infekts. Die Beutel sehen sich zum Verwechseln ähnlich, sind aber für ganz unterschiedliche Situationen gemacht. Bevor du zugreifst, lohnt sich deshalb die Frage, wofür du das Pulver überhaupt brauchst. Danach entscheiden der Natriumgehalt, die Zuckermenge und die Frage, ob die Packung alle wichtigen Werte nennt.
Bei Durchfall verliert der Körper in kurzer Zeit viel Wasser, Natrium und Kalium. Dafür gibt es orale Rehydratationslösungen, die als Arzneimittel zugelassen sind, etwa Elotrans. Ihre Zusammensetzung ist genau festgelegt, und die Packungsbeilage sagt dir, wie viel du nimmst und wann du zum Arzt musst. Elotrans entspricht in Natriumgehalt und Konzentration der Trinklösung, die WHO und UNICEF über 20 Jahre als Standard empfohlen haben. Inzwischen empfehlen beide für Durchfall jeder Ursache und in allen Altersgruppen eine verdünntere Lösung mit geringerem Natrium- und Zuckergehalt. Bei Kindern waren damit deutlich seltener ungeplante Infusionen nötig, außerdem gingen Stuhlmenge und Erbrechen zurück. Bei Säuglingen und Kleinkindern entscheidet ohnehin der Arzt, welche Lösung sie bekommen.
Elotrans reload, Doppelherz, Aavalabs und Redcare sind dagegen Nahrungsergänzungsmittel. Sie sind für Sport, Hitze oder lange Arbeitstage gedacht und nicht zur Behandlung von Durchfall. Für einen langen Lauf an einem heißen Sommertag würden wir deshalb zu Elotrans reload oder Doppelherz greifen, für einen heißen Arbeitstag ohne Bedarf an Zucker auch zu Aavalabs und bei Durchfall zum Arzneimittel.
Auf den Packungen der Nahrungsergänzungsmittel stehen oft Magnesium, Kalium oder Vitamine im Vordergrund, den Natriumgehalt findest du meist erst in der Nährwerttabelle. Dabei ist Natrium das Elektrolyt, das du mit dem Schweiß in den größten Mengen verlierst, und es hat den stärksten Einfluss darauf, wie viel Flüssigkeit dein Körper hält. Wie viel Natrium im Schweiß steckt, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch allerdings um ein Vielfaches.
Schau deshalb zuerst, wie viel Natrium eine Portion liefert, und achte darauf, für wie viel Wasser sie gedacht ist. Fehlt die Angabe ganz, wie bei Redcare, kannst du kaum einschätzen, was du ersetzt. Ein Produkt, das in erster Linie Magnesium liefert und Natrium nur am Rand oder gar nicht ausweist, ist für den Ausgleich von Schweißverlusten keine gute Wahl.
In den meisten Fällen nicht. Die Sporternährungsberaterin Nancy Clark schreibt in einem Beitrag für das American College of Sports Medicine, dass Freizeitsportler, die am Tag unter 60 bis 90 Minuten bei normalem Wetter trainieren, kaum Gefahr laufen, auszutrocknen oder an Elektrolyten zu verarmen. Nach einer normalen Einheit reichen Wasser und die nächste Mahlzeit. Ein Glas Milch oder ein Protein-Shake mit Milch bringt nebenbei Elektrolyte mit, und salzige Snacks wie Oliven oder Cracker mit Käse können nach dem Sport ebenso gut wirken wie ein Elektrolytpulver. Das Pulver ist vor allem bequemer.
Interessant werden Elektrolyte bei langen Belastungen, großer Hitze, mehreren Einheiten am Tag oder wenn du sehr stark schwitzt: beim Marathon, bei einer langen Radtour im Hochsommer oder an einem Turniertag auf dem Tennisplatz. Gleiches gilt, wenn du tagelang bei Hitze draußen arbeitest, etwa auf dem Bau oder im Garten: Dann lohnt sich ein bewusster Trinkplan.
Nein, aber Zucker ist auch nicht grundsätzlich schlecht. In einer Rehydratationslösung wie Elotrans hat die Glucose eine Aufgabe: Im Dünndarm wird sie gemeinsam mit Natrium aufgenommen, und mit dem Natrium folgt das Wasser. Deshalb gehört eine abgestimmte Menge Traubenzucker zu den klassischen Trinklösungen gegen Durchfall.
Nach einer gewöhnlichen Trainingseinheit brauchst du den Zucker dagegen nicht. Wenn du ohnehin isst, kannst du ohne Weiteres zu einem zuckerfreien Pulver wie Aavalabs greifen. Bei langen Ausdauerbelastungen liefern Kohlenhydrate zusätzlich Energie, dafür sind die Beutel von Elotrans reload und Doppelherz aber zu sparsam dosiert. Die EU erlaubt den Hinweis, ein Kohlenhydrat-Elektrolyt-Getränk helfe, die Ausdauerleistung zu erhalten, erst ab 80 kcal aus Kohlenhydraten pro Liter. Mit rund 3 g Glucose auf 200 ml Wasser liegen beide darunter.
Kalium und Magnesium gehören ebenfalls zu den Elektrolyten. Magnesium trägt laut zugelassener EU-Angabe zum Elektrolytgleichgewicht bei, Kalium zur normalen Funktion von Muskeln und Nerven. Mehr ist hier aber nicht automatisch besser. Für Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln schlägt das Bundesinstitut für Risikobewertung höchstens 250 mg pro Tag vor, verteilt auf mindestens zwei Portionen, weil größere Mengen bei manchen Menschen Durchfall auslösen. Für Kalium liegt der Vorschlag bei 500 mg pro Tag.
Alle vier Nahrungsergänzungsmittel aus unserem Vergleich bleiben mit der empfohlenen Tagesmenge darunter. Passende Präparate für eine gezielte Magnesium-Ergänzung findest du in unserem Magnesium-Vergleich.
Elotrans reload und Doppelherz reichern ihre Pulver mit B-Vitaminen und Cholin an, Aavalabs mit Vitamin C. Für den Ausgleich von Flüssigkeit und Salzen braucht es diese Zusätze nicht, sie verlängern in erster Linie die Zutatenliste. Möchtest du ein bestimmtes Vitamin ergänzen, etwa Vitamin B12, bist du mit einem eigenen Präparat besser bedient, weil die Dosis dort auf diesen Zweck zugeschnitten ist. Beim Elektrolytpulver zählen die Elektrolyte und ihre Mengen, allen voran das Natrium.
Jedes Elektrolytpulver ist auf eine bestimmte Wassermenge abgestimmt, und die solltest du einhalten. Bei Elotrans steht das ausdrücklich in der Packungsbeilage: Ein Beutel gehört in genau 200 ml Wasser, weil zu wenig Flüssigkeit den Salzhaushalt stören und den Durchfall sogar verschlimmern kann. Bei den Nahrungsergänzungsmitteln geht es nicht ganz so genau zu, die Mengen unterscheiden sich aber: Aavalabs rührst du in einem halben Liter an, die übrigen in 200 ml.
Rühr die Lösung am besten frisch an und trink sie gleich, so steht es etwa bei Elotrans und reload auf der Packung. Für Elotrans gilt zusätzlich, dass du die Lösung nicht kochen und Reste nicht aufheben sollst.
Elotrans ist apothekenpflichtig und deshalb nur in Apotheken erhältlich, vor Ort oder online. Für die Produkte aus unserem Vergleich sind diese Adressen die naheliegendsten:
Vergleiche die Preise pro Portion und nicht pro Packung, weil die Zahl der Beutel zwischen 10 und 30 schwankt. Die aktuellen Angebote zu den fünf Produkten aus diesem Artikel siehst du direkt in den Produktboxen weiter oben.
Die Angaben zu Wirkung, Einsatz und Sicherheit in diesem Ratgeber stützen sich auf Empfehlungen der WHO, Positionen aus der Sportmedizin, zugelassene EU-Angaben, Höchstmengenvorschläge des Bundesinstituts für Risikobewertung und weitere Fachliteratur:
Produktangaben wie Natriumgehalt, Verzehrempfehlung und Zutaten stammen von den Herstellern, aus der Packungsbeilage von Elotrans und aus den Pflichtangaben der Händler, Stand Oktober 2026.
Wir haben die Fragen gesammelt, die rund um Elektrolytgetränke am häufigsten aufkommen.
Elektrolyte sind Mineralstoffe, die im Körper als elektrisch geladene Teilchen gelöst sind. Zu den wichtigsten zählen Natrium, Kalium, Chlorid, Magnesium und Calcium. Sie bestimmen unter anderem, wie sich Wasser im Körper verteilt, und sind an der Arbeit von Nerven und Muskeln beteiligt. Normalerweise bekommst du sie über Essen und Trinken in ausreichender Menge. Zum Thema wird der Nachschub erst, wenn du in kurzer Zeit viel davon verlierst, etwa durch starkes Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall.
Das hängt von der Belastung ab. Vor einer langen Einheit in der Hitze kann eine salzige Portion sinnvoll sein, Nancy Clark nennt dafür rund 500 mg Natrium etwa 90 Minuten vor dem Start. Während langer Belastungen können Getränke mit Elektrolyten und Kohlenhydraten laut Positionspapier des American College of Sports Medicine unter bestimmten Bedingungen Vorteile gegenüber reinem Wasser bringen. Danach geht es darum, das ausgeschwitzte Defizit auszugleichen, mit einem Getränk oder mit salzigem Essen. Für kurze Einheiten stellt sich die Frage meist gar nicht.
Am einfachsten mit der Waage. Wieg dich vor und nach dem Training, jeweils ohne verschwitzte Kleidung. Die Differenz zeigt dir grob, wie viel Flüssigkeit du verloren hast, was du währenddessen getrunken hast, kommt noch dazu. Das American College of Sports Medicine empfiehlt, beim Sport nicht mehr als 2 % des Körpergewichts zu verlieren, bei 70 kg wären das 1,4 kg. Liegst du regelmäßig darüber, solltest du während langer Einheiten mehr trinken und danach gezielt nachfüllen.
Für Gesunde sind die Nahrungsergänzungsmittel in der empfohlenen Menge meist unproblematisch, Elotrans ist dagegen nur für Durchfall gedacht. Anders als Kreatin, das über volle Speicher wirkt und deshalb täglich genommen wird, brauchst du Elektrolyte nur nach größeren Verlusten. An Tagen ohne viel Schweiß nimmst du damit hauptsächlich zusätzliches Salz auf. Zur Einordnung: Laut Packungsbeilage von Elotrans entsprechen schon 424 mg Natrium gut einem Fünftel der Menge, die Erwachsene höchstens am Tag aufnehmen sollten, ein Stick Aavalabs liefert noch deutlich mehr.
Ein Elektrolytgetränk am Morgen danach schadet nicht und bringt Flüssigkeit zurück. Dass es den Kater selbst lindert, ist aber nicht belegt. Eine Übersichtsarbeit zur Entstehung des Katers fand keinen Zusammenhang zwischen der Schwere der Beschwerden und den Elektrolytwerten im Blut, auch Marker für Flüssigkeitsmangel hingen nicht damit zusammen. Am überzeugendsten war dort der Zusammenhang mit Reaktionen des Immunsystems. Elotrans reload wird zwar auch für die Zeit nach durchtanzten Nächten beworben, ein Mittel gegen den Kater ist es deshalb nicht.
Darauf solltest du dich nicht verlassen. In einer Beobachtungsstudie bei einem 161 km langen Ultralauf in großer Hitze hing das Auftreten von Muskelkrämpfen nicht davon ab, wie viel Natrium die Läufer insgesamt aufgenommen hatten. Auch beim Magnesium ist die zugelassene EU-Angabe vorsichtig formuliert: Es trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei, von verhinderten Krämpfen ist dort keine Rede. Treten Krämpfe häufig oder ohne erkennbaren Anlass auf, lass die Ursache besser ärztlich abklären, statt auf ein Elektrolytpulver zu setzen.
Nur einzelne. Aavalabs ist laut Hersteller nur für Erwachsene gedacht, Doppelherz und Redcare erst ab 12 Jahren. Elotrans reload dürfen Kinder ab vier Jahren trinken, allerdings höchstens einen Beutel am Tag. Das Arzneimittel Elotrans nennt in der Packungsbeilage auch eine Dosis für Kinder. Für Säuglinge und Kleinkinder verweist der Hersteller aber auf eine eigene Rehydratationslösung für Kinder, frag dazu am besten in der Apotheke oder beim Arzt. Bei Durchfall in diesem Alter ist laut Packungsbeilage in jedem Fall ein Arzt hinzuzuziehen, weil er rasch zu schweren Krankheitszeichen führen kann, besonders wenn das Kind zusätzlich erbricht.
Vorsichtig sein solltest du vor allem bei Erkrankungen von Nieren oder Herz. Elotrans darf laut Packungsbeilage bei eingeschränkter Nierenfunktion nicht genommen werden, bei Herzschwäche und Bluthochdruck sollst du vorher den Arzt fragen, als Diabetiker wegen des Traubenzuckers ebenfalls. Doppelherz rät Menschen mit Nieren- und Herzerkrankungen wegen des Kaliums zur Rücksprache mit dem Arzt. Auch wenn du Medikamente nimmst, schwanger bist oder stillst, klärst du die Einnahme besser vorher ab, darauf weist etwa Aavalabs ausdrücklich hin.
Ja. Wer bei langen Ausdauerbelastungen deutlich mehr trinkt, als er ausschwitzt, verdünnt das Natrium im Blut. Sinkt der Natriumspiegel dadurch zu stark, spricht man von einer Hyponatriämie, und die kann im schlimmsten Fall lebensgefährlich werden. Eine Übersichtsarbeit nennt das Trinken über den Durst hinaus als häufigste Ursache und stellt klar, dass natriumhaltige Sportgetränke davor nicht schützen, wenn du zu viel davon trinkst. Orientier dich bei Marathon oder Triathlon deshalb am Durst und an deinen gemessenen Schweißverlusten, statt vorsorglich möglichst viel zu trinken.