Proteinpulver Kaufberatung
Alles, was du wissen musst, bevor du Proteinpulver kaufst – von unseren Experten zusammengestellt.
Welches Proteinpulver soll es sein? Whey, Isolat, Clear Whey oder doch pflanzlich: Das Angebot ist riesig, und am Ende entscheidet oft der Geschmack, ob du deinen Shake wirklich trinkst. Für unseren Proteinpulver-Vergleich 2026 haben wir fünf Pulver angerührt, probiert und ihre Herstellerangaben ausgewertet. Unsere Top-Empfehlung ist das ESN Designer Whey, das uns geschmacklich am besten gefallen hat. Wenn du Milchzucker meiden möchtest, ist das BioTechUSA Iso Whey Zero als laktosereduziertes Isolat die passende Wahl, und als leichte Alternative empfehlen wir das ZEC+ Clear Whey Isolate. In diesem Artikel erfährst du, welche Proteinquelle zu dir passt und wie viel Protein du überhaupt brauchst.
Ein Proteinshake ist schnell gemacht und hilft dir, wenn deine Mahlzeiten wenig Eiweiß liefern oder du viel trainierst. Welches Pulver zu dir passt, hängt davon ab, ob du Milch verträgst, wie süß du es magst und ob dir ein cremiger oder ein leichter Shake lieber ist. Wir haben fünf Pulver mit ganz verschiedenen Konzepten ausgewählt, selbst angerührt und probiert und ihre Herstellerangaben verglichen. Zwischen ihnen gab es deutliche Unterschiede, vor allem bei Geschmack, Süße und Zubereitung.
An der Spitze steht das ESN Designer Whey, eine Mischung aus Konzentrat und Isolat mit wenig Proteingeschmack. Bei Laktose-Empfindlichkeit empfehlen wir das BioTechUSA Iso Whey Zero, das als Proteinquelle auf Isolat setzt. Das ZEC+ Clear Whey Isolate wird mit Wasser angerührt und ist das leichteste Getränk im Vergleich. Einen sehr reichhaltigen Shake mit Casein liefert das Weider Protein 80 Plus, und das nutri+ Pea-Rice Protein ist die Wahl für vegane Ernährung.
| Präparat | Protein pro Portion | Portion | Reicht für | Kosten pro Portion* |
|---|---|---|---|---|
| ESN Designer Whey | 23 g | 30 g Pulver | 30 Portionen (908 g) | 1,53 € |
| BioTechUSA Iso Whey Zero | 21 g | 25 g Pulver | 36 Portionen (908 g) | 2,03 € |
| ZEC+ Clear Whey Isolate | 24 g | 30 g Pulver | 15 Portionen (450 g) | 2,40 € |
| Weider Protein 80 Plus | 24 g | 30 g Pulver | 16 Portionen (500 g) | 1,44 € |
| nutri+ Pea-Rice Protein | 22 g | 30 g Pulver | 33 Portionen (1 kg) | 1,06 € |
* Kosten pro Portion: günstigster Preis auf preisvergleich.org am 07.10.2026, geteilt durch die Portionen, die sich aus der Portionsgröße laut Hersteller ergeben. Tagespreise ändern sich, den aktuellen Stand zeigt die Produktkachel. Für ESN, BioTechUSA und nutri+ gab es am Stichtag jeweils nur ein Angebot. Die Proteinangaben gelten laut Hersteller für die Zubereitung mit Wasser, Milch liefert zusätzliches Eiweiß.
Das ESN Designer Whey ist der Allrounder in unserem Vergleich und hat uns geschmacklich am meisten überzeugt. In der Dose steckt eine Mischung aus Whey-Konzentrat und Whey-Isolat: Das Konzentrat ist die gängige Form von Molkenprotein, das stärker gefilterte Isolat hebt den Eiweißanteil. Eine Portion mit 30 g Pulver liefert laut Hersteller rund 23 g Protein, die Dose reicht für 30 Shakes. Wir haben die Sorte Vanilla Milk mit Milch angerührt und einen Shake bekommen, der sehr süß schmeckt und nur wenig nach Protein. Im direkten Vergleich mit dem Isolat von BioTechUSA, das ähnlich schmeckt, lag das ESN für uns vorn. Zucker setzt ESN nicht zu, gesüßt wird mit Süßungsmitteln. Laut Hersteller wird außerdem jede Charge von einem unabhängigen Labor geprüft. Wenn du es dezent magst, wird dir die Süße allerdings schnell zu intensiv. Für den täglichen Shake nach dem Training ist es trotzdem unsere erste Wahl.
→ Zum ausführlichen Artikel: ESN Designer Whey Vanilla Milk
Das BioTechUSA Iso Whey Zero setzt als Proteinquelle auf Whey-Isolat statt Konzentrat. Isolat wird stärker gefiltert und enthält deshalb nur noch wenig Milchzucker, auf der Dose steht entsprechend „lactose reduced“, also laktosereduziert. Wenn du auf Milchzucker empfindlich reagierst, ist es damit die bessere Wahl als ein klassisches Whey mit Konzentrat. Eine Portion mit 25 g Pulver liefert 21 g Protein, zusätzlich wirbt BioTechUSA mit Glutamin und BCAA. Die Dose reicht für 36 Portionen und ist laut Packung außerdem zuckerfrei und glutenfrei. Wir haben die Sorte Vanille mit Kuhmilch angerührt und probiert. Geschmacklich liegt das Iso Whey Zero nah am ESN und ist ähnlich süß, hatte aber mehr Proteingeschmack. Beim Preis fiel das Isolat am Stichtag ab: Auf preisvergleich.org gab es nur ein einzelnes, vergleichsweise teures Angebot, die aktuellen Angebote zeigt die Produktkachel.
→ Zum ausführlichen Artikel: BioTechUSA Iso Whey Zero Vanille
Das ZEC+ Clear Whey Isolate rührst du mit kaltem Wasser an, heraus kommt ein dünner, klarer Drink. Auch hier ist Whey-Isolat die Grundlage, angesäuert und aromatisiert. Zwei Messlöffel mit zusammen 30 g liefern laut Hersteller 24 g Protein und praktisch keinen Zucker. Die Sorte Wassermelone schmeckte bei uns sehr fruchtig und sehr süß, vom Proteingeschmack blieb wenig übrig. Der Drink ist deutlich leichter als die Shakes mit Milch und damit eine Option, wenn dir nach dem Sport ein sättigender Shake zu viel ist. Die Dose mit 450 g reicht allerdings nur für 15 Portionen, pro Shake war es am Stichtag das teuerste Pulver im Vergleich. Beim Anrühren hatten wir außerdem Mühe: Im Mixer entwickelte das Pulver sehr viel Schaum. Besser rührst du es per Hand an und wartest kurz, bis es sich gelöst hat und der Schaum zusammenfällt.
→ Zum ausführlichen Artikel: ZEC+ Clear Whey Isolate Wassermelone
Das Weider Protein 80 Plus setzt nicht allein auf Whey, sondern auf vier Eiweißquellen. Gut die Hälfte davon macht Casein aus, dazu kommen Molkenprotein, Milcheiweiß und etwas Eiklar, außerdem hat Weider Calcium und Vitamin B6 zugesetzt. Casein wird langsamer verdaut als Whey, die Konsistenz beschreibt Weider als cremig. Mit Milch angerührt bekamen wir einen sehr reichhaltigen Shake, sehr vanillig, sehr süß und fast ohne Proteingeschmack. Das erinnert eher an ein Dessert als an ein Sportgetränk. Eine Portion mit 30 g liefert laut Hersteller 24 g Protein, der Beutel mit 500 g reicht für 16 Shakes. Pro Portion gehörte es am Stichtag zu den günstigeren Pulvern. Gesüßt wird gleich mit drei Süßungsmitteln, nämlich Acesulfam-K, Cyclamat und Sucralose, und wegen des Eiklars kommt es bei einer Allergie gegen Hühnerei nicht infrage.
→ Zum ausführlichen Artikel: Weider Protein 80 Plus Vanille
Das nutri+ Pea-Rice Protein ist das einzige rein pflanzliche Pulver in unserem Vergleich. Es kombiniert Erbsen- und Reisprotein, und das hat einen Grund: Einzelne Pflanzenproteine liefern von manchen unentbehrlichen Aminosäuren eher wenig, in der Mischung gleichen sich die beiden Quellen besser aus. Eine Portion mit 30 g liefert laut Hersteller 22 g Protein, das Pulver ist vegan und glutenfrei. Geschmacklich hat es uns allerdings am wenigsten überzeugt. Wir haben es mit Mandelmilch und zum Vergleich mit Kuhmilch angerührt. Beide Male war der Proteingeschmack stark, dazu kamen ein modriger Beigeschmack und ein recht künstlicher Nachgeschmack. Ein Pluspunkt: Es war das am wenigsten süße Pulver im Vergleich, und pro Portion war es am Stichtag das günstigste. Einen Messlöffel legt nutri+ nicht bei, du dosierst also per Löffel oder Waage. Damit bleibt es eine Option für vegane Ernährung, geschmacklich lagen die Whey-Pulver für uns aber klar vorn.
→ Zum ausführlichen Artikel: nutri+ Pea-Rice Protein Vanille
Für diesen Vergleich haben wir fünf Proteinpulver mit bewusst unterschiedlichen Konzepten ausgewählt: eine Mischung aus Whey-Konzentrat und Isolat, ein Whey-Isolat, ein Clear Whey, ein Mehrkomponentenprotein mit Casein und ein veganes Pulver aus Erbse und Reis. Angeschaut haben wir die Proteinquelle, die Proteinmenge pro Portion, die Zutatenliste samt Süßungsmitteln und die Kosten pro Portion. Das größte Gewicht hatte bei uns aber der Geschmack.
Alle fünf Pulver hatten wir selbst in der Hand und haben sie so angerührt, wie sie gedacht sind: ESN, BioTechUSA und Weider mit Kuhmilch, das ZEC+ Clear Whey mit Wasser und das nutri+ mit Mandelmilch und zum direkten Vergleich auch mit Kuhmilch. Bewertet haben wir Süße, wahrnehmbaren Proteingeschmack, Konsistenz und die Zubereitung. Vier der fünf Shakes waren deutlich süß, am zurückhaltendsten war das vegane nutri+. Die größten Unterschiede gab es zwischen den Produktarten: Das Weider fiel als sehr reichhaltiger Shake auf, das Clear Whey als dünner Drink auf Wasserbasis. Ein Labortest ist das ausdrücklich nicht: Wir haben weder den Proteingehalt nachgemessen noch auf Verunreinigungen geprüft, sondern die Herstellerangaben ausgewertet und die Shakes im Alltag beurteilt. Geschmack bleibt dabei immer ein Stück weit Ansichtssache.
Proteinpulver gibt es aus Milcheiweiß oder aus pflanzlichen Quellen, dazu in unzähligen Geschmacksrichtungen. Bevor du dich zwischen Vanille und Schoko entscheidest, solltest du ein paar Grundfragen klären: Wie viel Protein brauchst du überhaupt, welche Proteinquelle passt zu deinem Alltag und deinem Bauch, und was steht außer Eiweiß noch auf der Zutatenliste? Die folgenden Abschnitte helfen dir, Werbeversprechen von dem zu trennen, was wirklich zählt.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen unter 65 Jahren 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, älteren Menschen etwas mehr. Bei 70 kg sind das rund 56 g, eine Menge, die die meisten Menschen in Deutschland mit ihrer normalen Ernährung erreichen. Bei höchstens fünf Stunden Sport pro Woche sieht die DGE keinen erhöhten Bedarf.
Erst bei mehr Training nennt die DGE je nach Trainingsziel 1,2 bis 2,0 g pro Kilogramm. Aber auch dann reicht in der Regel eine ausgewogene Ernährung, ein Supplement ist aus Sicht der DGE kein Muss. Sinnvoll kann es etwa bei Unverträglichkeiten, in einer Diät mit wenig Kalorien oder in besonders harten Trainingsphasen sein. Ein Proteinpulver ist damit vor allem eine bequeme Abkürzung für Tage, an denen du wenig Zeit zum Kochen hast, aber auf deine Eiweißmenge kommen willst.
Whey ist das englische Wort für Molke. Das Molkenprotein fällt bei der Käseherstellung an und gilt als besonders hochwertiges Eiweiß: Es enthält alle unentbehrlichen Aminosäuren, viel Leucin und wird schnell verdaut. Für Proteinpulver wird es unterschiedlich stark gefiltert.
Whey-Konzentrat ist die gängige Form mit 70 bis 80 % Protein, dazu etwas Fett und Milchzucker. Whey-Isolat wird stärker gefiltert, kommt auf 90 % Protein und mehr und enthält kaum noch Laktose. Laut Verbraucherzentrale brauchen gesunde Menschen kein besonders stark aufbereitetes Eiweiß, wer Milch gut verträgt, kommt mit Konzentrat also genauso ans Ziel. Manche Hersteller mischen beides, wie ESN beim Designer Whey. Fertige Pulver mit Geschmack liegen übrigens unter den Werten des reinen Rohstoffs, weil Aroma, Süßungsmittel und Verdickungsmittel mit in der Dose stecken. Die beiden Isolate in unserem Vergleich liegen deshalb bei rund 80 bis 85 %.
Clear Whey ist ebenfalls Whey-Isolat, wird aber angesäuert und so aufbereitet, dass es sich in Wasser zu einem klaren, fruchtigen Getränk anrühren lässt. Statt eines Milchshakes bekommst du eine Art Limonade, beim ZEC+ etwa mit Wassermelonen-Geschmack. Das ist praktisch, wenn dir klassische Shakes zu schwer im Magen liegen. Am Eiweiß selbst ändert das nichts, es bleibt Molkenprotein. Clear Whey ist also weder vegan noch für Menschen mit Milcheiweißallergie geeignet.
Gewöhnungsbedürftig ist das Anrühren. Clear Whey neigt zum Schäumen, das schreibt ZEC+ selbst, obwohl ein Entschäumer auf der Zutatenliste steht. Wie stark, hat uns der Mixer gezeigt. Rühr das Pulver deshalb lieber per Hand in kaltes Wasser und lass das Glas kurz stehen, bis sich Pulver und Schaum gesetzt haben.
Casein ist neben Whey das zweite große Milcheiweiß. Es gerinnt im Magen, wird dadurch langsamer verdaut und gibt seine Aminosäuren über einen längeren Zeitraum ab. Mehrkomponentenpulver wie das Weider Protein 80 Plus kombinieren Casein mit Whey und weiteren Eiweißquellen, Hersteller versprechen sich davon vor allem eine cremigere Konsistenz.
Die DGE hält eine Mischung verschiedener Proteinquellen grundsätzlich für sinnvoll, meint damit aber die Ernährung insgesamt und nicht ein bestimmtes Pulver. Für den Shake nach dem Training ist Whey gut untersucht und schnell verfügbar, ein Mehrkomponentenprotein brauchst du dafür nicht. Interessant ist es, wenn du deinen Shake eher als Snack zwischendurch trinkst. Das Positionspapier der International Society of Sports Nutrition beschreibt außerdem, dass 30 bis 40 g Casein vor dem Schlafen den nächtlichen Aufbau von Muskelprotein steigern. Für diesen Zweck liegt ein reines Casein-Pulver näher als eine Mischung.
Pflanzliche Proteinpulver aus Erbse, Reis, Soja oder Hanf sind die Wahl, wenn du vegan lebst oder Milcheiweiß nicht verträgst. Einzelne Pflanzenproteine enthalten aber oft geringere Mengen bestimmter unentbehrlicher Aminosäuren, vor allem Methionin und Lysin sind knapp. Deshalb werden sie gern kombiniert, wie beim nutri+ mit Erbse und Reis.
Eine Studie aus dem Jahr 2024 zeigt, dass es dabei vor allem auf das Leucin ankommt: Eine pflanzliche Proteinmischung regte den Aufbau von Muskelprotein ohne Zusatz schwächer an als Whey, mit Leucin auf Whey-Niveau angereichert dagegen ähnlich stark. Die DGE sieht für Sporttreibende insgesamt keinen eindeutigen Vorteil tierischer Proteine. Geschmacklich war das vegane Pulver in unserem Vergleich dennoch das gewöhnungsbedürftigste, probier im Zweifel erst eine kleine Packung. Für eine vegane Ernährung haben wir außerdem Präparate mit Vitamin B12 verglichen.
Laktoseintoleranz und Milcheiweißallergie werden oft verwechselt, brauchen aber ganz unterschiedliche Lösungen. Bei einer Laktoseintoleranz verträgt dein Darm den Milchzucker schlecht. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kommen die meisten Betroffenen mit bis zu 12 g Laktose auf einmal ohne oder mit geringen Beschwerden aus, manche reagieren aber schon auf deutlich kleinere Mengen. Ein Isolat mit sehr wenig Laktose ist dann die naheliegende Wahl. Rühr es mit Wasser oder laktosefreier Milch an, denn normale Kuhmilch bringt selbst Milchzucker mit.
Bei einer Milcheiweißallergie hilft auch das beste Isolat nicht, weil das Eiweiß selbst der Auslöser ist. Dann kommen nur milchfreie Pulver infrage, etwa aus Erbse und Reis. Prüfe in diesem Fall auch die Allergenhinweise zu möglichen Spuren auf der Packung. Gleiches gilt für andere Allergene: Das Weider Protein 80 Plus enthält zum Beispiel Eiklar.
In aromatisierten Proteinpulvern stecken häufig Süßungsmittel wie Sucralose, Acesulfam-K, Cyclamat oder Steviolglycoside. Alle fünf Pulver aus unserem Vergleich enthalten mindestens eines davon, das Weider sogar drei. Süßungsmittel sind in der EU nur nach einer Sicherheitsbewertung zugelassen und müssen in der Zutatenliste stehen. Für Acesulfam-K und Sucralose hat die EFSA ihre Neubewertungen 2025 und 2026 abgeschlossen: Die geschätzte Aufnahme liegt in der Regel unter der duldbaren täglichen Menge, bei Sucralose sieht die Behörde für die üblichen Verwendungsmengen ausdrücklich keine Sicherheitsbedenken. Zu Cyclamat hat die EFSA noch keine Neubewertung veröffentlicht.
Im Alltag zählt vor allem, wie süß du es magst. Ist dir ein Shake zu süß, rühr ihn mit etwas mehr Flüssigkeit an oder greif zu einer geschmacksneutralen Variante, die meist auch mit einer kürzeren Zutatenliste auskommt. Eine lange Liste mit Aroma, Verdickungsmittel und Emulgator ist bei aromatisierten Pulvern normal und kein Zeichen für schlechte Qualität.
Ob du dein Pulver mit Milch oder Wasser anrührst, verändert den Shake deutlich. Milch macht ihn cremiger und liefert zusätzliches Eiweiß, aber auch mehr Kalorien. Weider gibt für sein Protein 80 Plus an: Mit Wasser hat eine Portion 24 g Protein und 110 kcal, mit fettarmer Milch 34 g Protein und rund 250 kcal. Für einen sättigenden Snack ist Milch also die passendere Basis, zum Kaloriensparen Wasser.
Clear Whey ist ausdrücklich für Wasser gedacht. Pflanzliche Pulver wie das nutri+ lassen sich laut Hersteller mit Wasser oder Pflanzendrinks wie Mandelmilch anrühren. Denk dabei an die zusätzlichen Nährwerte des Drinks. Nach langen, schweißtreibenden Einheiten geht es übrigens nicht nur um Eiweiß: Für den Flüssigkeitshaushalt sind Elektrolyte das passendere Thema.
Proteinpulver bekommst du in Versandapotheken, bei Online-Marktplätzen und direkt bei den Herstellern. Diese Adressen sind für die Pulver aus unserem Vergleich die naheliegendsten:
Ein Preisvergleich lohnt sich, denn dieselbe Packung kostet je nach Anbieter spürbar unterschiedlich viel. Rechne dabei am besten pro 100 g Protein statt pro Packung, denn Portionsgröße und Proteingehalt unterscheiden sich von Pulver zu Pulver. Die aktuellen Angebote zu den fünf Pulvern aus diesem Artikel siehst du direkt in den Produktboxen weiter oben.
Die Angaben zu Proteinbedarf, Proteinquellen und Verträglichkeit in diesem Ratgeber stützen sich auf die Referenzwerte und das Positionspapier der DGE, das Positionspapier der International Society of Sports Nutrition, Stellungnahmen der EFSA sowie weitere Fachliteratur:
Produktangaben wie Proteingehalt, Portionsgröße und Zutaten stammen von den Herstellern und aus den Pflichtangaben der Händler, Stand Oktober 2026.
Hier beantworten wir die Fragen, die rund um Proteinpulver am häufigsten aufkommen.
Für die meisten Menschen ist ein gut verträgliches Whey die unkomplizierteste Wahl. In unserem Vergleich hat uns das ESN Designer Whey am meisten überzeugt, weil es angenehm schmeckt und mit rund 23 g Protein pro Portion gut dosiert ist. Bei Laktose-Empfindlichkeit greifst du besser zu einem Isolat, bei veganer Ernährung zu einem pflanzlichen Pulver wie Erbse und Reis. Achte in jedem Fall auf das Protein pro Portion und lies die Zutatenliste, bevor du eine große Packung kaufst.
Das berühmte „anabole Fenster“ direkt nach dem Training ist breiter als lange gedacht. Laut Positionspapier der International Society of Sports Nutrition hält die aufbauende Wirkung eines Trainings mindestens 24 Stunden an. Ob du den Shake vorher oder nachher trinkst, hängt vor allem davon ab, was du besser verträgst. Wichtiger ist, über den Tag verteilt genug Protein aufzunehmen, idealerweise in drei bis vier Mahlzeiten oder Snacks. Ein Shake nach dem Training ist praktisch, du musst ihn aber nicht in den ersten Minuten nach dem letzten Satz trinken.
Als Richtwert nennt die International Society of Sports Nutrition 20 bis 40 g hochwertiges Protein pro Mahlzeit oder rund 0,25 g pro Kilogramm Körpergewicht. Alle fünf Pulver aus unserem Vergleich liegen mit Wasser angerührt mit 21 bis 24 g pro Portion in diesem Bereich. Daneben spielt das Leucin eine Rolle, eine Aminosäure, die den Aufbau von Muskelprotein anstößt. Whey bringt davon von Natur aus viel mit, bei pflanzlichen Pulvern hilft das Aminosäureprofil weiter, das viele Hersteller auf ihrer Website angeben.
Nein. Ohne passenden Trainingsreiz wird aus zusätzlichem Eiweiß kein Muskel, darauf weist auch die DGE hin. In Kombination mit Krafttraining können Protein-Supplemente den Zuwachs an Kraft und Muskelmasse laut einer großen Meta-Analyse etwas verstärken, vor allem bei bereits trainierten Menschen. Oberhalb einer täglichen Gesamtmenge von rund 1,6 g Protein pro Kilogramm zeigte sich dort kein weiterer Zuwachs an Muskelmasse. Ein weiteres gut untersuchtes Supplement fürs Krafttraining stellen wir in unserem Kreatin-Vergleich vor.
Für gesunde Menschen gibt es laut Positionspapier der International Society of Sports Nutrition keine Belege, dass eine höhere Proteinzufuhr den Nieren schadet, auch nicht bei Sportlern mit sehr hohen Mengen. Anders sieht es bei einer bestehenden Nierenerkrankung aus, dann wird Eiweiß oft gezielt begrenzt und gehört in ärztliche Hände. Die DGE rät außerdem, bei einer zeitweisen Zufuhr von mehr als 2 g Protein pro Kilogramm vorher die Nierenfunktion untersuchen zu lassen und auf ausreichend Flüssigkeit zu achten.
Auf Dauer nicht. Ein Proteinpulver liefert vor allem Eiweiß, ihm fehlen Ballaststoffe, gesunde Fette, Vitamine und Mineralstoffe, die eine ausgewogene Mahlzeit mitbringt. Mit Wasser angerührt liefern die Pulver aus unserem Vergleich laut Hersteller nur rund 90 bis 120 kcal pro Portion, für eine vollwertige Mahlzeit ist das zu wenig. Als Snack zwischendurch oder als Ergänzung zum Frühstück ist ein Shake dagegen praktisch, zum Beispiel zusammen mit Haferflocken und Obst, die Ballaststoffe und Vitamine beisteuern.
Whey heißt Molke beziehungsweise Molkenprotein. Laut Verbraucherzentrale ist der Begriff als Produktname aber rechtlich nicht geregelt. Ein Pulver mit „Whey“ im Namen kann also neben Molkenprotein weitere Eiweißquellen oder Zutaten enthalten. Wie viel Molkenprotein tatsächlich drin ist und ob es sich um Konzentrat oder Isolat handelt, verrät nur die Zutatenliste. Beim ESN Designer Whey stehen dort zum Beispiel beide Formen, das BioTechUSA Iso Whey Zero setzt als Proteinquelle auf Isolat statt Konzentrat.
In der EU sind für Eiweiß drei gesundheitsbezogene Aussagen zugelassen: Protein trägt zu einer Zunahme an Muskelmasse bei, zur Erhaltung von Muskelmasse und zur Erhaltung normaler Knochen. Erlaubt sind sie nur für Lebensmittel, die als Proteinquelle gelten. Speziell für Whey gibt es dagegen keinen zugelassenen Claim: Anträge der Hersteller, etwa zur schnelleren Erholung nach dem Sport, hielten der Prüfung durch die EFSA laut Verbraucherzentrale nicht stand. Versprechen rund um Regeneration und Muskelaufbau solltest du mit Abstand lesen.
Wenn du ein vollständiges Proteinpulver nimmst, eher nicht. Whey enthält von Natur aus viele verzweigtkettige Aminosäuren, kurz BCAA, allen voran Leucin. Laut Verbraucherzentrale ist es unnötig und teuer, einzelne Aminosäuren zusätzlich einzunehmen, und BCAA allein regen den Aufbau von Muskelprotein schwächer an als ein vollständiges Eiweiß. Dass manche Pulver wie das BioTechUSA Iso Whey Zero Glutamin und BCAA zusetzen, ist deshalb vor allem ein Verkaufsargument.