Zelt Kaufberatung
Alles, was du wissen musst, bevor du Zelte kaufst – von unseren Experten zusammengestellt.
Wir haben Experten-Tests und Kundenbewertungen zu 62 Zelte ausgewertet: Das sind die Besten
Zum Ratgeber unserer Fachredaktion ↓
So vielfältig wie die Outdoor-Möglichkeiten sind, so vielseitig ist auch die Auswahl an Zelten: Es gibt Personenzelte (vom Ein-Personen-Zelt bis hin zum Acht-Personen-Zelt), du bekommst sie in der Tunnelzelt- oder der Kuppelzelt-Ausführung, mit separater Schlafkabine sowie Außenzelt und Innenkabine oder als kompaktes Wurfzelt für den schnellen Auf- und auch wieder Abbau. Um bei diesem breitgefächerten Angebot den Überblick zu bewahren macht es sicher Sinn, sich einige unabhängige Zelt Tests anzuschauen. Aber auch wir bieten dir in unserem Kaufberater einen Einblick in das Thema Zelt und geben dir ein paar wichtige Dinge an die Hand, mit denen du deinen persönlichen Zelt Testsieger am Ende mit auf Outdoor-Tour nehmen kannst.
Was ist eigentlich ein Zelt? Und wo kommt es her? Die erste Frage ist leicht beantwortet. Ein Zelt ist eine mobile Schlafstätte auf Zeit, die schnell aufgebaut und ebenso rasch wieder abgebaut werden kann. Zelte sind leicht zu zerlegen, haben ein kompaktes Packmaß und normalerweise sind sie auch einfach zu transportieren. Vom Partyzelt mal abgesehen, aber das ist es ja auch nicht, was wir dir in unserem Kaufberater vorstellen wollen. Hier geht es um das klassische Trekkingzelt in all seinen Ausführungen und Größen.
Seinen Ursprung hat das Zelt irgendwann in der früher Altsteinzeit (ca. 40.000 bis 9.700 v. Chr.). Damals wurden Tierhäute über eine stabile Holzkonstruktion geworfen und dienten den Menschen als Behausung auf Zeit. Auch die Griechen und Römer nutzten Zelte als Unterschlupf, vornehmlich im militärischen Bereich, also wenn sie auf Feldzug waren. Wir Outdoor-Freunde sind da heutzutage eher friedlich mit unserem Campingzelt unterwegs. Die Zeiten der Tierhäute sind ebenfalls längst vorbei und der Verwendung von wasserdichten Materialien gewichen. Auch die Zelt-Unterkonstruktionen sind schon lange nicht mehr aus Holz, sondern aus leichteren Materialien wie Kunststoff, Fiberglas oder Aluminium.

Die häufigste Anwendung findet das Zelt als Schlafstätte. Und obwohl nahezu alle Zelte auf diese Verwendung hin zugeschnitten sind, gibt es doch von Hersteller zu Hersteller, wie zum Beispiel Vango, Quechua, Campz, Hilleberg, Outwell, Robens, Coleman oder Nordisk (um nur ein paar wenige zu nennen) große Unterschiede in Qualität und Preis.
Doch betrachten wir zunächst die unterschiedlichen Bauweisen eines Zeltes, denn an ihnen orientieren sich alle Hersteller. So kann dir diese Einteilung auch eine große Hilfe sein, auf der Suche nach deinem persönlichen Zelt-Favoriten.
Der Klassiker unter den Zelten. Zwei Stangen senkrecht in den Boden gesteckt, mit einer Firststange verbunden, dann ein Plane darüber geworfen, schnell noch alles mit Heringen fixiert und fertig ist das Firstzelt. Einziger Nachteil: Im Eingangsbereich steht immer eine Zeltstange im Weg. Camping Nostalgiker lieben diesen Unterschlupf. Das Firstzelt ist ein einfaches Zelt mit einem stabilen Stand, aber eher spärlichem Platzangebot.
Sonderform des Firstzelts. Hier wird lediglich eine gebogene Firststange verwendet. Was den Vorteil hat, dass die Stehhöhe in der Zeltmitte etwas höher ist.
Diese Bauweise ist die gängigste unter den Zelten und ist gerade beim Trekking sehr beliebt. Hier werden vier elastische Stangen verwendet, die sich am Scheitelpunkt des Zeltes kreuzen. Diese Überkreuzkonstruktion gibt nicht nur der Zeltaußenwand, sondern auch dem Zeltboden eine gewisse Stabilität. Sowohl Wand als auch Boden sind dadurch gespannt und quasi selbsttragend. Auf Heringe kann bei dieser Bauweise verzichtet werden. Das Kuppelzelt bleibt von alleine stehen und kann somit auch leicht von A nach B transportiert werden, ohne dass du es dafür unbedingt zerlegen musst. Kuppelzelte sind schnell und einfach aufgebaut, sind stabil, stehen von allein, haben aber in der Regel nur eine Schlafkabine.

Die lässige Variante unter den Zelten. Zumindest, wenn man der Werbung glauben mag. Vorreiter in Sachen Wurfzelt war Quechua. Doch nach und nach sind auch andere Hersteller auf den Trichter der schnell aufgebauten Leichtzelte gekommen. Ein Wurfzelt wirfst du in der Theorie einfach in die Luft, dort poppt es dann auf und landet im Idealfall fertig aufgebaut auf dem Boden. Perfekt für alle diejenigen, die für den Zeltaufbau so gar keine Geduld aufbringen mögen. Zudem ist dieses Zelt überall aufbaubar (wo man zelten darf) und benötigt keine Heringe. Allerdings ist es in der Regel recht klein und auch nicht sehr stabil.

Es gibt auch einige etwas ausgefallenere Zelte. 6 Beispiele von ganz besonderen Zelten findest du im folgenden Video.