Ruderergometer Test 2016 - Die besten Rudergeräte im Vergleich

Ruderergometer von Concept2, Finnlo und Finnlo By Hammer

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1. Ruderergometer Test - das Wichtigste in Kürze

  • Ein Ruderergometer oder Rudergerät ist ein Indoor-Fitnessgerät, welches die komplexe Bewegung des Ruderns imitiert und bei korrekter Ausführung 80% aller Muskeln im Körper beansprucht.
  • Die Schwierigkeit bestimmt der Ruderer durch seine eigene Kraft selbst. Zieht er stark an dem Ergometergriff, baut sich der Widerstand auch dementsprechend schnell und stark auf.
  • Das Rudern ist mechanisch, doch elektrische Helfer, wie der standardmäßige Trainingscomputer oder ein Pulsmesser, ermöglichen die präzise Planung und Durchführung von Trainingseinheiten.
  • Das Training mit einem Ruderergometer ist sehr variabel. Es schult Balance, Kraft, Ausdauer und ist sehr gut für das Herz-Kreislauf-System.

2. Rudergerät Test

Zug um Zug

Spätestens seit der Netflix Serie “House of Cards” erfahren Ruderergometer einen Popularitätsschub. In der Show geht Kevin Spacy als Frank Underwood den harten und steinigen Weg an die politische Spitze der USA. Manipulationen, Mord, Intrigen und Machtspiele sind allgegenwärtig. Um den Stress abzubauen, greift die fiktive Figur immer wieder zu einem Rudergerät und vollzieht die erlösende Leibesertüchtigung. Natürlich hat der Serien-Präsident nur das allerbeste und teuerste Modell. Dass es auch günstiger geht, die richtige Ausführung der Bewegung entscheidend ist und worauf Sie bei einem Kauf achten müssen, zeigt Ihnen unser Ruderergometer-Vergleich.

3. Was ist ein Ruderergometer?

Widerstand ist nicht zwecklos

Mann trainiert an RuderergometerEin Ruderergometer ist ein Indoor-Sportgerät, welches bzgl. des Bewegungsablaufes an das Rudern in einem Boot angelehnt ist. Um dies zu ermöglichen, wird ein Seilzug in einer sitzenden Position nach hinten gezogen. Ein variabler Widerstand sorgt dafür, dass entsprechend viel Kraft aufgewendet werden muss. Der Rollsitz des Ruderers gleitet dabei auf einer Schiene, welche sich mit nach hinten bewegt. Bei korrekter Ausführung werden viele Muskelgruppen wie Rücken, Arme und Beine, beansprucht. Je nach Einstellung und Ablauf lassen sich gezielt unterschiedliche Trainingsformen für Balance, Kraft und Ausdauer durchführen.

Wie funktioniert ein Ruderergerät?

Der Clou eines Ruderergomters ist der dynamisch anpassbare Schwierigkeitsgrad. Der Nutzer kann diesen bei manchem Geräten mithilfe einer Einstellungsmöglichkeit festlegen, ihn jedoch vor allem während der Übung durch die Dynamik der Bewegung, variieren. Je kraftvoller er an dem Seilzug zieht, umso höher wird der Widerstand. An manchen Ergometern legt man nur fest, wie schnell sich dieser wieder aufbauen soll. Um der Menschenkraft etwas entgegenzusetzen, bedienen sich die Fitnessgeräte physikalischer Kräfte. Neben dem Preis ist deshalb die Art des Bremssystems das größte Unterscheidungsmerkmal. Luft, Hydraulik, Magnete, Reibung, Wasser und Kombinationen der Techniken, kommen hier zum Einsatz. Dies klingt weitaus komplexer, als es in der Realität ist.

Mann traninert an einem Rudergerät. Nahaufnahme.In der Regel erkennen Sie auf den ersten Blick um welches Bremssystem es sich handelt. Ziel ist es, den Bewegungsablauf immer möglichst nah am echten Rudern zu halten. Die Variante mit einem hydraulischen Kolben schafft dies nur bedingt, weshalb vor allem niedrigpreisige Ruderergometer darauf setzen. Auch lassen sie sich nicht stufenlos einstellen. Sobald es etwas teurer wird, kommen Luft-, Magnet- und Wasserbremssysteme ins Spiel. Hier werden Luft und/oder Wasser in einem fast abgedichteten Raum mithilfe eines Ruders oder Paddels durcheinander gewirbelt. Bekannte Firmen, die Bremssysteme mit einem Wassertank verkaufen, sind Waterrower und First Degree. Hier gibt es neben der Dosierung der eigenen Zugkraft keine weiteren Einstellungsmöglichkeiten. Viele andere Hersteller setzen dagegen auf ein luftiges Funktionsprinzip.

Am Gerät selbst lässt sich die Luftzufuhr einstellen. Ist die Öffnung größer, wird nach dem Zug die Luft schneller angesaugt und die Rückziehbewegung unmittelbar schwergängiger. Ist dagegen die Öffnung kleiner gestellt, hat die Luft nicht viel Zeit, um das Windrad zu bremsen. Der Widerstand wird so geringer? FALSCH! Den Widerstand geben nur Sie vor. Wenn Sie kräftig an dem Ergometergriff ziehen, bleibt die aufzuwendende Kraft trotzdem gleich.

4. Wie wähle ich das richtige Rudergerät aus?

Richtig Platz nehmen


Mann am Rudergerät von hinten.Bevor Sie das Rowing (Englisch für Rudern) für sich entdecken, gilt es folgende Punkte zu beachten:

  • Gewicht und Größe: Und zwar nicht vom Rudergerät, sondern von Ihnen! Nicht jedes Ruderergometer ist für alle Gewichtsklassen und Größen geeignet. Da beim Rudertraining eine starke Dynamik benötigt wird und sich Teile des Fitnessgerätes unter großem Kraftaufwand bewegen, muss alles passen - vor allem um schlechtes Training und damit Haltungsschäden vorzubeugen. Nicht jedes Rudergerät ist für einen 110 Kilo schweren und 1,90m großen Sportler geeignet.
  • Verstaubarkeit und Platz: Jetzt geht es um das Gerät! Der besagte 1,90m Mann braucht auch ein großes Rudergerät. Haben Sie so viel Platz? Überprüfen Sie die Abstellfläche, schließlich wollen Sie beim Rudern nicht mit den Ellenbogen irgendwo gegenstoßen. Nahezu alle Teilnehmer aus unserem Ruderergometer Preisvergleich lassen sich ein- oder hochklappen. Ein Verstauen im Schrank oder in der Kellerecke spart Platz und Aufwand. Achtung: Vor allem die Premium Modelle aus Holz und mit Wassertank können bis zu 60 Kilo wiegen. Transportrollen erleichtern das Monövrieren.
  • Qualität: Die Schwierigkeit, für den besten Preis die möglichst beste Qualität zu bekommen, ist auch hier gegeben. Orientieren Sie sich dabei an der Häufigkeit und Intensität Ihres Trainings: Erfahrene Ruderer, die routiniert und oft sportlich Platz nehmen, oder regelmäßig andere Ruderbegeisterte auf das Gerät lassen, brauchen qualitativ hochwertige Rudergeräte. Ergometer von Waterrower oder Concept2, sind die etabliertesten und bekanntesten Marken, die langen Sessions über Jahre hinweg aushalten können. Anfänger, die mal reinschnuppern wollen, greifen lieber zu Einstiegsmodellen im Bereich von 150-500€, können aber bei Gefallen upgraden.

Haben Sie sich dann für Ihren persönlichen Ruderergometer-Testsieger entschieden, geht es an die Belastung. Doch zuvor müssen Sie etwaige Mängel feststellen. Ein Rudergerät ist mechanisch und aus vielen Einzelteilen zusammengebaut. Da kann es passieren, dass die ein oder andere Komponente nicht richtig funktioniert. Überprüfen Sie deshalb die Stabilität und Funktionalität. Der Zug und das Gleiten auf dem Sitz sollten leicht und frei von Reibung, Ruckeln oder Stottern vonstattengehen. Dabei sehr wichtig: Das Rudergerät darf keinen toten Punkt haben! Das Ziehen am Ergometergriff muss eine sofortige Wirkung nach sich ziehen und keinen Leerlauf haben. Der natürliche Bewegungsablauf kann nur so ohne Einschränkungen durchführbar sein - vor allem, um Verletzungen zu vermeiden.

5. Der Trainingscomputer beim Ruderergometer

Messbarer Mehraufwand

Frau schaut auf den Trainingscomputer ihres RuderergometersOft unterschätzt, aber gerade beim Rudergerät besonders sinnvoll, ist der Trainingscomputer. Wie bei jedem Ergometer ermöglicht dieser Ihnen sowohl die Überwachung der vollbrachten Leistung und Intensität, als auch einen guten Überblick über Ihr Training, Leistungsniveau und zukünftige Verbesserungsmöglichkeiten. Der Rudersport ist durch seine komplexe Ganzkörperbelastung und Variabilität prädestiniert dafür, anhand der ermittelten Werte, Optimierungen anzugehen. Wenige, aber dafür intensive oder viele, aber nicht so kraftvolle Züge? Möchten Sie vor allem Konditionen mit leichten Bewegungen trainieren?

In jedem Fall schulen Sie Ihre Balance, Ausdauer, Kraft und vor allem ihr Herz-Kreislauf-System! In Zeiten von Übergewicht, verstopften Arterien und sitzenden Tätigkeiten ein großer Pluspunkt. Jeder einzelne Aspekt lässt sich nochmals intensiver trainieren. Um die Fettschmelze beobachten zu können oder um du Muskelzuwachs nachzuverfolgen, empfielt sich eine Körperanalysewaage.
Außerdem hilft Ihnen dabei der Trainingscomputer. Auf ihm lassen sich die trainingsrelevanten Werte wie Trainingszeit, Strecke, Ruderzüge pro Minute, Ruderzüge pro Trainingseinheit, gesamte Ruderzüge, Kalorienverbrauch, Wattleistung oder Herzfrequenz ablesen, aber auch bestimmt Übungen vorgeben. Sie wollen z.B. eine gewissen Distanz in einer bestimmten Zeit rudern? Geben Sie einfach die Parameter ein und absolvieren die Strecke.

Um noch besser die Belastung zu überwachen, lassen sich oft Pulsgurte als optionales Zubehör erwerben und mit dem Bordcomputer koppeln. Im Ergometerbereich ein sehr nützliches Messinstrument, welches die genaue Vermessung der Anstrengung erlaubt. Wer Probleme mit sportlichen Belastungen bzgl. seiner Herzfrequenz hat, kann so gefahrloser trainieren. Zudem lässt sich die Sporteinheit so anpassen, dass Sie z.B, gezielt damit die Fettverbrennung aktivieren. Doch auch erfahrene Sportler profitieren von einer genauen Abstimmung auf die vorhandenen Fähigkeiten, und können diese noch verfeinern bzw. ausbauen. Nicht umsonst werden Ergometer aufgrund dessen für medizinische Belastungstests verwendet.
Wenn Sie dagegen nicht in einen kompatiblen Pulsgurt investieren wollen oder der Trainingscomputer dies nicht unterstützt, können Sie mit einem handelsüblichen Pulsgurt oder einem smarten eletronischen Accessoire nachhelfen. Fitness-Armbänder bieten z.B. einen eingebauten Pulsmesser und eine nützliche App, welche die Trainingszeit mit Ihrer Belastung gut abstimmen kann. Nicht ganz so angenehm beim Sport, aber trotzdem immer öfter mit einem Pulsmesser ausgestattet, sind Smartwatches. Sie bieten sehr ähnliche Auswertungsverfahren mithilfe von Fitness-Apps und einen Großteil der Fitness-Armband-Funktionen. Für beide Produktgruppen haben wir übrigens einen Test durchgeführt ;)

6. Die komplexe Ruderbewegung

Regelmäßig richtig Rudern

Rudern mag auf den ersten Blick ziemlich einfach aussehen, dahinter steckt jedoch ein extrem komplexer Bewegungsablauf. Über 80 Prozent aller Hauptmuskelgruppen werden bei den fließenden Bewegungen des Ruderns in Anspruch genommen. Ganz besonders Schultern, Arme, Bauch, Beine, Waden, Gesäß und Rücken werden beim Training genutzt. Dementsprechend hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass vor allem Anfänger falsch trainieren.

Hier ein kurzer Überblick worauf Sie achten sollten:

  • Grafik für die richtige Ruderbewegung mit den angesprochenen Musekln auf einer Rudermaschine in 4 PhasenDie richtige Sitzposition: Die Füße müssen so am Stemmbrett fest geschnallt werden, dass Sie mit Ihren Zehen bzw. der oberen Hälfte der Fußes den Druck ausüben. Für die Startposition: Beine angewinkelt und weit nach vorne lehnen.

  • Der Ruderzug (60-20-20): Im Idealfall kommt die hauptsächliche Kraft aus den Beinen, weshalb Sie auch über die Hälfte der Kraftübertragung ausmachen. Die Prozentangabe hinter der Phasenbeschreibung gibt an, wieviel Kraft Sie investieren sollten.
    • Phase 1 - Halten Sie die Arme gestreckt und drücken Sie sich nur mit Ihren Beinen von dem Gerät ab, bis diese ganz ausgestreckt sind. Der Rücken muss immer gerade sein, da sonst eine Fehlbelastung stattfindet (60% des Kraftaufwandes).
    • Phase 2 - Die Arme bleiben weiterhin lang. Nun beugen Sie sich etwas nach hinten und nutzen Rumpf-, Bauch- und Rückenmuskeln für die Kraftübertragung (20%).
    • Phase 3 - Hinten angekommen ziehen Sie das Ruder mithilfe Ihrer am Körper anliegenden Arme bis zu Ihrer Brust. Die Hände bleiben dabei gerade am Ruder und drehen sich NICHT nach unten oder oben (20%).
  • Das Zurückgleiten:
    • Phase 1 - Strecken Sie die Arme wieder gerade aus, bis diese über den Knien sind.
    • Phase 2 - Beugen Sie sich leicht nach vorne und halten Sie dabei den Rücken möglichst gerade.
    • Phase 3 - Winkeln Sie die Beine wieder an.


Prägen Sie sich diesen Ablauf gut ein und üben Sie ihn ausreichend oft, um ein flüssige und saubere Ruderbewegung einzustudieren. Fehlerquellen gibt es sehr viele, die im Endeffekt Ihr sinnvolles Training kontraproduktiv werden lassen. Wer z.B. monatelang den Rücken falsch belastet, läuft Gefahr sich hartnäckige Schäden zuzufügen.

Haben Sie erstmal den Zug… äh Dreh raus, können Sie die vielen Möglichkeiten ausschöpfen, die Ihnen ein Ruderergometer bietet. Von Kräftigung, über Kraftausdauer bis hin zur normalen Kondition, lassen sich mit den richtigen Trainingseinheiten viele Ziele erreichen. Abnehmen kann man mit einem Rudergerät übrigens besonders effektiv, da nahezu der ganze Körper involviert ist und dementsprechend viel Energie verbraucht wird.

Wichtig ist nur die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Trainingsformen und die Aufstellung eines Plans mit realistischen Zielen. Aus Ihnen wird innerhalb von nur ein paar Wochen sicherlich kein Olympiaruderer, aber Ihr Herz-Kreislauf-System und Ihre generelle Fitness profitiert von jeder ruderlichen Anstrengung. 
Tipp: Als Ergänzung zum Rudern empfiehlt es sich, die Muskeln mithilfe von Yoga-, Gmynastik- und Dehnübungen zu entspannen und belastungfähig zu halten. Die richtige Gymnastikmatte haben wir für Sie in unserem Vergleich ebenfalls für Sie getestet.

Wer dagegen gezielt einzelne Museklgruppen geziehlt möchte, kann zusätzlich mit einer Krafstation, Hantelset oder Klimmzugstange arbeiten. Ausdauerkraftsport lässt sich mit Ihnen allerdings nicht so effektiv durchführen, wie mit einem Ruderergometer. Für das Rudern spricht auch die dynamische und fließende Bewebung, die Sie mehr im Fluss hält - auch wenn Sie sich im Trockenen befinden ;) 

Dass man die Rudertechnik erst ausführlich üben sollte, zeigt auch Kevin Spacey alias Frank Underwood. Seine Ruderbewegung ist nicht gut und würde bei regelmäßigen Training für starke Rückeschmerzen sorgen. Erkennen Sie seine Fehler?

7. Weitere Ressourcen im Web

PreisVergleich.org PreisVergleich.org