Einleitung
Der Kauf einer Waschmaschine will gut überlegt sein, da es sich oftmals um eine Investition für mehrere Jahre handelt und das Gerät zudem fast täglich im Einsatz ist. Zahlreiche Kriterien wie Wasser- und Energieverbrauch, Bauform und Größe, Programmfunktionen, Schleuderdrehzahl etc. spielen eine zentrale Rolle bei der Kaufentscheidung.
Dieser Kaufberater soll Ihnen dabei helfen, die Fülle an Informationen und Spezifikationen rund um Waschmaschinen und Waschtrockner in den Griff zu bekommen, um keine falsche Wahl beim bevorstehenden Kauf zu treffen.
Grundentscheidungen
Waschmaschine oder Waschtrockner

Waschtrockner
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Für den normalen, kleineren Haushalt reicht in der Regel eine herkömmliche Waschmaschine aus, sofern Trockenfläche im Haus vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall oder handelt es sich um eine größere Familie, in der öfter gewaschen wird, kann die Anschaffung eines Trockners durchaus von Interesse sein. Fehlt aufgrund von Platzmangel die Möglichkeit, einen separaten Wäschetrockner aufzustellen, bietet der Waschtrockner eine interessante Alternative. Der Waschtrockner vereint Waschmaschine und Wäschetrockner in einem Gerät. Direkt im Anschluss an ein Wasch- und Schleuderprogramm kann ein Trockenprogramm gestartet werden, welches die Wäsche nach dem Prinzip eines Kondenstrockners trocknet. Die in der Wäsche befindliche Feuchtigkeit wird mittels Wärme und Rotation der Trommel an die Luft in der Trommel abgegeben und anschließend kondensiert, das in einem Sammelbehälter aufgefangene Wasser kann anschließend weggeschüttet werden.
Waschtrockner sind in der Regel um ein vielfaches teurer als entsprechende Geräte ohne Trockenfunktion. Es bleibt jedoch anzumerken, dass ein Waschtrockner für gewöhnlich keine so gute Trockenleistung bietet wie ein separater Wäschetrockner. Deshalb bleibt Haushalten, in denen die Möglichkeit zum Aufstellen zweier Geräte gegeben ist, zu empfehlen, Waschmaschine und Wäschetrockner separat zu erwerben.
Bauform und Ladetyp
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Neben dem geringeren Platzbedarf ist auch die längere Lebensdauer von Topladern ein entscheidender Vorteil. Da bei ihnen die Waschtrommel an beiden Enden gelagert ist – im Gegensatz zur Lagerung an nur einem Ende bei Frontladern – werden diese gleichmäßig belastet und die Lager schlagen nicht allzu früh aus.
Ein Vorteil von Frontladern gegenüber Topladern ist die Unterbaufähigkeit (zum Beispiel in einer Küchenzeile) bzw. die Nutzbarkeit der Geräteoberseite als Arbeitsfläche, während dies bei Topladern entfällt. Kombinierte Waschtrockner sind in der Regel nur als Frontlader erhältlich.
Technische Daten
Ladekapazität

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Die Wahl der richtigen Ladekapazität hängt einzig und allein von der Größe des Haushalts und den Waschgewohnheiten des Käufers ab. Die Entscheidung hat jedoch einen immensen Einfluss auf den Energie- und Wasserverbrauch sowie die Waschhäufigkeit. Um den Anforderungen der verschiedensten Bedürfnisse gerecht zu werden, haben Hersteller die unterschiedlichsten Trommelgrößen entwickelt und bieten diese in entsprechend größeren und kleineren Geräten an.
Wie bereits erwähnt, besitzen Toplader in der Regel ein kleineres Fassungsvermögen (bis zu 5 kg) als Frontlader (bis zu 9 kg). Je größer die Ladekapazität der Maschine ist, desto seltener muss gewaschen werden, im Gegenzug ist jedoch der Energie- und Wasserverbrauch höher, was insbesondere dann negativ ins Gewicht fällt, wenn die Maschine nicht voll beladen läuft.
Für die Befüllung der Maschine gilt, dass sie in Anbetracht des Energie- und Wasserverbrauchs nicht zu wenig befüllt sein sollte. In Anbetracht der Waschleistung sollte sie jedoch auch nicht zu voll gefüllt oder gar überfüllt sein, da so ein optimaler Waschgang nicht gewährleistet ist.
Schleuderdrehzahl
Der Schleudergang ist der abschließende Gang für die meisten Waschprogramme (außer Seide- und Feinwaschprogramme). Die Wäsche wird hier mit der voreingestellten Schleuderdrehzahl trocken geschleudert. Die Schleuderdrehzahl einer Maschine wird in UPM (Umdrehungen pro Minute) angegeben, dies gibt an, wie oft sich die Wäschetrommel in einer Minute dreht. Je höher die Schleuderdrehzahl gewählt wird, desto trockener verlässt die Wäsche die Maschine. Nachteil des Schleudergangs ist allerdings die mögliche Beschädigung und die starke Verknitterung der Wäsche. Es gilt also, bei der Wahl der Schleuderdrehzahl das richtige Maß zwischen schonendem Schleudern und Trockenschleudern zu finden.
Ist im Haushalt ein Trockner vorhanden, so ist eine Schleuderdrehzahl von 800 bis 1.000 UPM ausreichend, wird die Wäsche hängend getrocknet, so sollte bei 1.200 bis 1.400 UPM geschleudert werden. Wichtig ist jedoch, die Angaben der Wäschehersteller bzgl. des Schleuderns und Trocknens zu beachten, um die Wäsche vor eventuellen Schäden zu schützen. Neben den voreingestellten Schleuderdrehzahlen, die entsprechend dem gewählten Waschprogramm automatisch eingestellt werden, bieten manche Hersteller die Möglichkeit, die Schleuderdrehzahl manuell am Gerät vor einem Waschgang zu wählen. Hier unterscheidet man Geräte mit einer Drehzahleinstellung in mehreren Stufen (z.B. 800, 1.000, 1.200 und 1.400 UPM) und Geräte, die eine Reduzierung der Standarddrehzahl zulassen (z.B. von 1.200 auf 800 UPM).
Wasserverbrauch

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Ein wichtiges Kriterium für die Beurteilung der laufenden Kosten ist neben der Energieeffizienz der Wasserverbrauch der Waschmaschine. Der übliche Wasserverbrauch liegt je nach Waschgang bei ca. 40 bis 50 Liter Wasser pro Waschgang. Der Verbrauchswert ist jedoch immer in Verhältnis zur Ladekapazität der Maschine zu setzen, da eine Maschine, die 40 Liter Wasser für 4 kg Wäsche benötigt, weniger effizient ist als eine Maschine, die zwar 50 Liter Wasser pro Waschgang verbraucht, dafür jedoch eine Ladekapazität von 6 Litern aufweist.
Energieeffizienz
Die Effizienz einer Waschmaschine wird mit dem von der EU vergebenen Eurolabel klassifiziert und macht Maschinen unterschiedlicher Hersteller vergleichbar. Das Eurolabel trägt die Buchstaben von A – G, wobei A für Optimum und G für schlechte Energieeffizienz steht. Beurteilt werden bei der Vergabe des Eurolabels die drei Kriterien Energieverbrauch, Waschqualität und Trockenqualität. Das Eurolabel ermöglicht es Verbrauchern, Waschmaschinen auf einen Blick in Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit und Qualität zu beurteilen, ohne lange deren Spezifikationen und technischen Details zu lesen.
Einstellungsmöglichkeiten
Programme
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Maschine mit elektronischer
Programmsteuerung
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Die meisten Waschmaschinen bieten die gleichen grundlegenden Programme: ein Programm für Koch- und Buntwäsche, ein Feinwaschprogramm, ein Wollwaschprogramm und darüber hinaus ein reines Schleuderprogramm. Weiterhin bieten die Geräte mancher Hersteller Zusatzprogramme wie Handwaschprogramme, Schongänge etc. Die Wahl des richtigen Programms erfolgt über den Programmwahlschalter, der entweder als Drehschalter oder als elektronisches Bedienelement am Gehäuse angebracht ist. Besonders wirtschaftliche und ökonomische Geräte bieten neben der Programmwahl auch die Wahl von Wassersparprogrammen (wenn nur wenig Wäsche in die Maschine eingefüllt wurde) oder von Kurz- und so genannten Eco-Programmen.
Neben der Wahl des richtigen Programms ist auch die Wahl der richtigen Waschtemperatur von Bedeutung. Den Temperaturanweisungen der Wäschehersteller ist hier unbedingt Folge zu leisten, da es ansonsten zu Beschädigungen der Wäsche kommen kann. Die üblichen wählbaren Temperaturstufen sind kalt (für Wolle und Seide), 30° (für Buntwäsche), 40° bis 60° (für weiße Wäsche, je nach Verschmutzung) und 90° C (für Kochwäsche). Das 90° Programm ist zunehmend überflüssiger geworden, da moderne Waschmittel aufgrund kaltaktiver Tenside schon bei niedrigen Temperaturen ihre volle Waschkraft entfalten. Nur bei Wäschestücken, bei denen absolute Sauberkeit von großer Bedeutung ist (z.B. Säuglingswäsche und Windeln) ist das Programm für Kochwäsche bei 90° C zu wählen.
Besondere Features
Restprogrammanzeige und Timer-Funktion
Moderne Waschmaschinen verfügen über eine Anzeige, welche die Restdauer des laufenden Programms anzeigt. Darüber hinaus können Programme mit Hilfe einer integrierten Timer-Funktion zu bestimmten Uhrzeiten gestartet werden.
Automatische Programmerkennung
Moderne und hochwertige Geräte einiger Hersteller verfügen über eine ausgeklügelte Sensorik, die die in die Trommel gefüllte Wäschemenge erkennt und automatisch die richtige Wassermenge und Schleuderdrehzahl wählt, um ein optimales und zugleich energieeffizientes Waschergebnis zu erzielen.
Aqua-Stop
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Schonende Wabentrommel
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Ein besonders wichtiges Feature, welches jedoch leider auch heute noch nur von Herstellern hochpreisiger Geräte angeboten wird, ist das Aqua-Stop-System. Dieses verhindert, dass im Falle eines Defekts an der Wasserzuleitung Wasser in die Wohnung dringen kann, was einen enormen Sachschaden zur Folge haben würde.
Schonende Trommel
Wenige moderne Geräte besitzen Wäschetrommeln, welche aufgrund ihrer Oberflächenstruktur (z.B. Wabenstruktur) besonders schonend zur Wäsche sind. Somit kommt es zu weniger Fusselbildung und Beschädigungen der Wäsche.
Fazit
Welche Maschine ist die Richtige für Sie? Hier noch einmal ein kurzer Überblick:
Bauform:
Frontlader oder Toplader: abhängig von der Stellfläche und der Haushaltsgröße.
Füllmenge:
Je nach Bedarf und Haushaltsgröße ist eine Ladekapazität zwischen 4 und 9 kg zu wählen.
Wasserverbrauch:
Immer im Verhältnis zur Ladekapazität des Gerätes beurteilen. Der Wasserverbrauch spielt eine große Rolle für die anfallenden laufenden Kosten.
Schleuderdrehzahl:
Je schneller die Maschine schleudert, desto trockener verlässt die Wäsche die Maschine. Ist im Haushalt ein Trockner vorhanden, bedarf es keiner großen Schleuderdrehzahl.
Energieeffizienz:
Beachten Sie das am Gerät angebrachte Eurolabel. Geräte mit einer Effizienzklasse schlechter als C sind inakzeptabel. Achten Sie darauf, Geräte mit der Effizienzklasse A oder B in die engere Auswahl zu nehmen.
Ihr Team von preisvergleich.org hofft, Ihnen mit dieser Kaufberatung geholfen zu haben, und wünscht Ihnen jederzeit saubere Wäsche dank der für Sie passenden Waschmaschine.

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