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Preisvergleich.at Produktberater: Scanner

Einleitung

Ein Scanner ist ein Datenerfassungsgerät, das in der Lage ist, z. B. Texte und Bilder zu digitalisieren und so an einen PC weiterzugeben, um sie dort weiterbearbeiten zu können. So vielfältig wie die unterschiedlichen Scannervarianten, so verschieden und vielfältig ist auch deren Einsatzgebiet, da es für spezielle Bereiche auch sehr spezielle Scanner gibt. Da der Scannermarkt zwar im Moment durch eine immer größer werdende Produktvielfalt glänzen kann, das Zurechtfinden auf selbigem aber genau dadurch auch immer schwieriger wird, wollen wir von preisvergleich.org Ihnen mit dem folgenden Kaufberater einen kurzen Überblick über die verschiedenen Scannertypen, sowie deren jeweiligen Einsatzgebiete geben, um Ihnen bei Ihrer Kaufentscheidung zu helfen.

Anwender

Vor dem Kauf sollten Sie sich genau überlegen, wofür Sie den Scanner verwenden möchten, da in manchen Einsatzbereichen bereits ein etwas kostengünstigeres Gerät Ihren Anforderungen voll entspricht, in anderen hingegen etwas mehr Geld investiert werden sollte. Daher wollen wir Ihnen in einem ersten Schritt zunächst einen kurzen Überblick über die verschiedenen Anwendertypen geben.

Der Gelegenheits-Nutzer

Wollen Sie Ihren Scanner lediglich verwenden, um ab und an Texte oder ggf. Bilder einzuscannen, so sollte ein Flachbettscanner mit einer Auflösung um die 600 dpi (Dots per inch) im Preissegment von ca. 70€ durchaus Ihren Ansprüchen genüge tun. Mit dieser Auflösung kann man Texte und Bilder ohne weiteres am PC gut darstellen und auch bei normalen Ausdrucken muss man nicht mit Problemen rechnen. Darüber hinaus verfügen die meisten Geräte bereits in dieser Preiskategorie über diverse Zusatzfunktionen wie Kopie, E-Mail oder OCR, sodass man bspw. die zusätzliche Anschaffung eines Kopiergerätes überdenken sollte, wenn man nur sehr selten druckt.

Der anspruchsvolle Nutzer

Sollten Sie hingegen ein versierterer Nutzer mit höheren Ansprüchen an Ihren Scanner sein, da Sie bspw. Bilder oder Fotos im Nachhinein am PC weiterbearbeiten wollen, so würden wir Ihnen zwar prinzipiell auch zu einem Flachbettscanner raten, jedoch mit der Prämisse einer viel höheren Auflösung, da nur eine solche gewährleistet, dass man die Scans im Nachhinein sehr detailliert bearbeiten und mit einer besseren Qualität in einem größeren Format ausdrucken kann. Dafür notwendig ist mind. eine Farbtiefe von 24-Bit, womit Scanner in dieser Kategorie ab ca. 160€ zu haben sind.

Der Profi

In dieser Kategorie sollten Sie sich wiederfinden, wenn Sie zu dem kleinen Teil der Nutzer gehören, der Scanner vornehmlich beruflich nutzt und den Anspruch hat, das Maximale aus einem Bild oder einem Dokument herauszuholen. Top-Geräte, deren Preise nach oben keine Grenzen haben, sind bspw. in der Lage, jedes Detail Ihres Dokumentes zu erfassen und machen auch vor Negativen keinen Halt. In dieser Preiskategorie findet jeder wirklich anspruchsvolle Nutzer das zu seinen Bedürfnissen passende Gerät. Manche sind dabei sogar in der Lage, größere Formate wie A3 oder A2 zu scannen. In der Regel werden diese Scanner außerdem noch mit umfangreicher und professioneller Software zur Bildbearbeitung geliefert, um den Scanner auch richtig nutzen zu können.

Scannertypen

Da es eine Vielzahl von unterschiedlichen Scannertypen gibt, die sich je nach Einsatzbereich besser oder schlechter eignen, wollen wir Ihnen im Folgenden einen kurzen Überblick über die verschiedenen Typen verschaffen:

Scanner mit Einzelblatteinzug (Dokumentenscanner)

Diese Scanner sind speziell dafür gedacht, große Datenmengen in einer möglichst kurzen Zeit zu erfassen und kommen vornehmlich in Banken und Versicherungen zum Einsatz, um große „Papierberge“ zu vermeiden und die Archivierung effektiver und Platz sparender zu gestalten.
Bei diesem Scanner werden die zu scannenden Dokumente (hier nur Blätter) ähnlich wie bei einem Drucker einzeln eingezogen und digitalisiert. Dabei sind einige Geräte sogar in der Lage, 50 bis 1000 Seiten über einen automatischen Einzug selbständig abzuarbeiten und können, sofern sie mit 2 Sensoren ausgestattet sind, auch Vorder- und Rückseite gleichzeitig scannen, was mit einer zusätzlichen Zeitersparnis einhergeht. Auch wenn Anwendung und Bedienung hier auf den ersten Blick sehr leicht erscheinen, bietet ein solches Gerät i. d. R. aber nur die Möglichkeit, einzelne Blätter einzuziehen. Will man jedoch eine Seite aus einem Buch einscannen, so stößt diese Gerätegattung meistens bereits an Ihre Grenzen. Nicht zuletzt aus diesem Grund werden immer weniger Scanner mit Einzelblatteinzug produziert und der Trend geht deutlich zu den viel praktischeren Flachbettscannern.

Flachbettscanner

Bei Flachbettscannern wird das Dokument mit der zu scannenden Seite nach unten auf eine Glasplatte gelegt. Danach wird eine Beleuchtungs- und Abtasteinheit, die sich im unteren Teil des Scanners befindet, unter dem Dokument durchgezogen und das Dokument somit digitalisiert. Diese Scanner zeichnen sich, wie der Name schon sagt, durch eine sehr flache Bauweise aus und ermöglichen so im Vgl. zu Scannern mit Einzelblatteinzug sogar das Einscannen von Büchern oder anderen Dokumenten, die sich nicht auf einem Blatt Papier befinden. Der Name wurde dabei von der englischen Bezeichnung „flat bed scanner“ wörtlich übernommen.

Filmscanner

Filmscanner werden größtenteils dazu verwendet, Negative oder APS (Advanced Photo System) professionell zu digitalisieren und kommt daher sehr häufig bei Fernsehtechnikern zum Einsatz. Diese Scanner sind in der Lage eine sehr hohe Auflösung zu generieren, die darüber hinaus mit einer sehr guten Qualität aufwahrten kann. Jedoch bleibt der Einsatzbereich dieser Filmscanner auf die Fernsehtechnik beschränkt und bietet keine weiteren Einsatzmöglichkeiten.

Sonstige

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe anderer Typen von Scannern, die noch sehr viel spezialisierter sind als die zuvor angesprochenen. So gibt es bspw. noch 3D-, Visitenkarten-, Barcode- oder Penscanner, die in Ihrem Einsatzbereich genau wie der Filmscanner sehr begrenzt sind. Mit einem 3D-Scanner haben Sie so bspw. die Möglichkeit, kleinere Objekte zu digitalisieren, um Sie später am PC weiterzubearbeiten. Diese Scanner kommen in der verarbeitenden Industrie zum Einsatz, um bspw. nicht-transportable Gegenstände vor Ort digital zu erfassen und im Werk nachzubilden.

Funktionen und Features

Farbtiefe

Von der Farbtiefe, die in Bit gemessen wird, hängt es ab, wie viele Farbabstufungen ein Scanner unterscheiden kann. Man kann sich hier als Faustregel merken, dass die detailgetreue Darstellung Ihres Dokuments mit steigender Bit-Zahl zunimmt und auch die jeweiligen Farbabstufungen um einiges besser wiedergegeben werden können. So können Scanner mit einer Farbtiefe von 10 Bit 1024 Farben, mit 24 Bit 16,7 Mio Farben und mit 42 Bit 440 Mrd Farben unterscheiden.
Für normale Anwender sollte bereits ein 24 Bit Scanner für eine gute und definitiv ausreichende Farbtreue genügen.

Software

Um einen guten Scanner mit all seinen Finessen nutzen zu können, braucht man natürlich die entsprechende Software. Dabei muss man jedoch beachten, dass diese auch vom eigenen Scanner unterstützt wird, sodass es bei der Anwendung nicht zu Komplikationen kommt. Nur in Verbindung mit einer guten Software kann man die wahre Stärke eines Scanners wirklich austesten. Das hierzu meist im Lieferumfang enthaltene abgespeckte Softwarepaket stellt zwar eine gute Basis, man sollte sich jedoch auch nach weiteren Softwarelösungen umschauen, wenn man professioneller arbeiten möchte.

OCR (Optical Character Recognition - Optische Zeichenerkennung)

Ein OCR ist ein Programm, mit dessen Hilfe ein Scanner in der Lage ist, einen auf Papier gedruckten Text in ein Textdokument umzuwandeln. Dadurch kann man sich viel Abtipperei sparen, sofern das Programm fehlerfrei funktioniert. In der Realität gibt es jedoch kaum Zeichenerkennungsprogramme, die zu 100% fehlerfrei arbeiten, sodass man im Nachhinein immer etwas nachbessern muss. Umso höher hier die Fehlerquote, desto größer auch Ärger und Zeitaufwand zur Korrektur im Nachhinein. Sollten Sie also auf ein solches Programm angewiesen sein und das Ihnen mitgelieferte Programm erzeugt Ihnen eine zu hohe Fehlerrate, so scheuen Sie nicht davor, ein paar Euro mehr für ein besseres, effektiveres Programm auszugeben.

Schnittstellen

Da es mehrere Anschlussmöglichkeiten gibt, sollte man sich vor dem Kauf eines Scanners unbedingt vergewissern, über welche Anschlüsse der vorhandene PC verfügt. Im Folgenden erklären wir Ihnen daher die gängigen Anschlussvarianten:

Parallele Schnittstelle

War die Parallele Schnittstelle vor einiger Zeit noch die Regel bei Druckern und Scannern, so findet man sie heute beinahe gar nicht mehr, da sie immer weiter von neueren Anschlussmöglichkeiten wie USB und SCSI verdrängt wird.

USB (Universal Serial Bus)

Genau wie die meisten anderen Peripheriegeräte (Mouse, Keyboard) können Sie auch Ihren Scanner über USB mit Ihrem PC verbinden. Darüber hinaus ermöglicht der Anschluss via USB eine automatische Erkennung der angeschlossenen Geräte sowie die Stromversorgung direkt über USB.

SCSI (Small Computer System Device)

Bei SCSI handelt es sich um eine standardisierte parallele Schnittstelle zur Datenübertragung zwischen Geräten auf einem Computer-Bus, die überwiegend in professionelle Workstations eingebaut werden und damit glänzen, dass sie im Vgl. zu anderen Schnittstellen relativ wenig Prozessorressourcen in Beschlag nehmen. Einziges Manko hierbei ist, dass man diese Schnittstellen meist nur in höheren Preissegmenten findet.

Fazit

Auch wenn der Scannermarkt auf den ersten Blick etwas unüberschaubar scheint, so sieht man doch auf den zweiten Blick sehr schnell, wo die einzelnen Typen ihre Vor- und Nachteile haben. Liegen bspw. bei Scannern mit Einzelblatteinzug die Vorteile klar in einer schnellen Erfassung von einer Masse an Dokumenten, so liegen die Vorteile bei Flachbettscannern klar in Ihrer Vielseitigkeit. Nun liegt es an Ihnen, die Ansprüche, die Sie an Ihren Scanner haben, mit seinen spezifischen Eigenschaften sowie Stärken und Schwächen abzugleichen, um so das für Sie passende Gerät zu finden.
Ihr Team von preisvergleich.org hofft jedenfalls, Ihnen mit diesem Kaufberater eine wichtige Entscheidungsstütze an die Hand gegeben zu haben.

Autor: Benjamin Payer

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