Allgemeines
Wenn es darum geht, einen neuen Fernseher anzuschaffen, stellt sich im Moment eine Frage: Möchte man wiederholt auf ein altbewährtes Röhrengerät zurückgreifen oder nun doch endlich den Schritt hin zu einer der beiden neuen Darstellungstechnologien gehen. Ihr Team von preisvergleich.org möchten Sie bei dieser Wahl unterstützen, indem wir Ihnen alle drei Techniken verständlich und ohne unnötige technische Details vorstellen und Ihnen so die Möglichkeit zu geben, ganz nach Ihren eigenen Wünschen das für Sie passende Gerät zu finden.
Funktionen und Features
Funktionsweise
Im Prinzip besteht ein Plasmabildschirm aus zwei aufeinander liegenden Glasscheiben, zwischen denen für jeden einzelnen Bildpunkt eine mit den Gasen Xenon und Neon gefüllte Zelle eingeschlossen ist. Die auf den Glasscheiben angebrachten transparenten Elektroden erzeugen nun je nach Steuerspannung kleine Explosionen des Xenon-Gases, wodurch dieses ultraviolettes Licht emittiert. Diese UV-Strahlung trifft nun auf eine in der hinteren Glasplatte befindliche Phosphorschicht, welche dadurch in der Lage ist, rotes, blaues und grünes Licht auszusenden. Die Gesamtheit dieses ausgestrahlten Lichts tritt dann wiederum durch die vordere Glasplatte nach außen und präsentiert sich dem Betrachter nun als komplettes Bild.
Da je nach Hersteller ganz unterschiedlicher Phosphor und zudem ein variierendes Mischungsverhältnis verwendet wird, sind die Farbcharakteristika der einzelnen Hersteller natürlich auch sehr unterschiedlich. Des Weiteren findet man auf dem oberen Deckglas i. d. R. diverse Filter zur Minderung von optischen Reflexionen und zur Abschirmung elektromagnetischer Strahlung. Dadurch wird dem Betrachter bspw. bis zu einem Betrachtungswinkel von 160° ein gestochen scharfes Bild geboten.
Bildqualität und Auflösung

Perfekte Bildqualität dank
Plasmatechnologie
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Die Plasmabildschirme liefern brillante und unglaublich kontrastreiche Bilder, welche mit 256 Graustufen und 16,7 Millionen Farben erstellt werden und keine Helligkeitsunterschiede zwischen Mitte und Randbereichen des Bildschirms aufweisen. Da TV-Produktionen jedoch für gewöhnlich im 4:3-Format ausgestrahlt werden und Plasmabildschirme für das Format 16:9 ausgelegt sind, kann es passieren, dass das Bild, um den kompletten Bildschirm auszufüllen, an die Seitengröße angepasst werden muss, wodurch es ggf. zu Verzerrungen kommen kann. Alternativ werden an den Seiten schwarze Streifen eingeblendet. Dafür unterstützen Plasmabildschirme viele verschiedene Bildschirmgrößen und arbeiten sowohl mit PAL- als auch mit NTSC-Videoformaten, zudem unterstützen die meisten Plasmabildschirme auch SECAM und HDTV, die Einsatzmöglichkeiten sind damit recht breit gefächert.
Tiefe
Plasmafernseher wissen mit einer Bildschirmtiefe von bis zu unter 1,5 cm zu überzeugen, was dem Nutzer die Möglichkeit bietet, seinen Fernseher auch in sehr kleinen Räumen unterzubringen. Eine Montage an Wand oder Decke ist auch durch die teilweise im Lieferumfang enthaltenen Halterungen problemlos möglich, zu überlegen bleibt jedoch, ob man bei so teuren Geräten nicht unter Umständen einen Fachmann für das Aufhängen des neuen Fernsehers engagiert.
Bildschirmgröße

Riesige Diagonalen können
erreicht werden
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Findet man bei LCD-Fernsehern noch relativ kleine Bildschirme mit Größen unter 20“, so gibt es bei den Plasmafernsehern kaum noch Bildschirmgrößen unter 100 cm. Die Plasmatechnologie bietet bereits heute die Möglichkeit, Größen von über 160 cm zu realisieren. Dafür ist dann jedoch auch ein Preis von über 20.000 € zu erwarten, ob sich derartige Geräte wirklich durchsetzten können, bleibt abzuwarten.
Multimedia
Die meisten Plasmabildschirme verfügen bereits über einen integrierten Verstärker sowie Boxen, so dass man manche Geräte wirklich als „All-in-One“-Geräte bezeichnen kann. Durch die Integration dieser verschiedenen Komponenten spart man sowohl viel Platz als auch Geld, da man die Komponenten nicht einzeln zukaufen muss. Eine Erweiterung zum richtigen „Heimkino“ durch Integration des Bildschirms in ein Dolby Surround System ist aber jederzeit möglich, damit sind dann auch qualitätiv hochwertigere Ergebnisse erzielbar, die mit integrierten Lautsprechern natürlich nicht möglich sind.
Stromverbrauch
Während Röhren- und LCD-Fernseher mit 100-200 Watt relativ sparsam sind, verbraucht ein Plasmabildschirm mit 300-580 Watt schon erheblich mehr. Umso farbintensiver die Bilder sind, desto höher ist in diesem Zusammenhang auch der Stromverbrauch. Gerade in diesem Punkt sind die Hersteller nicht selten sehr „auskunftsunwillig“ und deklarieren den Verbrauch nicht extra. Dies überrascht natürlich nicht, wer auf seine Stromrechnung achtet, sollte sich vor dem Kauf entsprechend beim Hersteller erkundigen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass im Zuge der Weiterentwicklung dieser Geräte auch noch einiges am Verbrauch eingespart werden kann.
Wissenswertes
HDTV und HD ready
High-Definition Television (HDTV) ist der weltweit gültige und hochauflösende Videostandard, der eine Bildqualität bietet, die der von 35 mm Filmen nahe kommt, und aufgrund einer fünfmal höheren Zeilenauflösung im Vgl. zu PAL ein gestochen scharfes Bild im Format 16:9 bieten kann. HDTV ist ein Aufnahme- und Produktionsstandard der überwiegend in der Film- und Sendeabwicklung der Fernsehanstalten eingesetzt wird. In Japan und Amerika ist HDTV bereits der Sendestandard, in Europa hingegen ist man erst auf dem Weg, dieses Format als den neuen Standard zu etablieren.
Mit dem „HD ready“ -Logo sind in diesem Zusammenhang alle Geräte gekennzeichnet, die die Vorraussetzungen bezüglich Anschlüssen, Bildformaten und Auflösungen sowie Frequenzen erfüllen, um HDTV abspielen zu können.
SECAM
SECAM ist eine vor allem in Frankreich und Osteuropa verwendete analoge Form der TV-Übertragung, Einfluss auf die Kaufentscheidung sollte die Unterstützung dieses Formates nur haben, wenn auch wirklich derartige Signale verarbeitet werden müssen.
Vor- und Nachteile
Vorteile
Der absolut größte Vorteil der Plasmatechnologie ist die erreichbare Größe der Bildschirme, die trotz der geringen Bildschirmtiefe erreichz werden kann. Dadurch bekommt man außerdem die Möglichkeit geboten, diese Geräte überall im Raum zu platzieren, um sich so sein eigenes Heimkino zu schaffen. Zudem haben Plasmabildschirme den großen Vorteil, dass sie gegenüber Helligkeit und Störstrahlung sehr unempfindlich sind, wodurch man sie auch in sehr hellen Umgebungen problemlos nutzen kann. Plasmabildschirme können mit sehr kräftigen Farben aufwarten, die zudem noch in einem zerrungsfreien Bild dargestellt werden.
Nachteile
Der wesentliche Nachteil verbirgt sich in dem verwendeten Phosphor, da dieses mit der Zeit altert und an Leuchtkraft nachlässt. Dies wirkt sich auf die Gesamtlebensdauer des Gerätes aus, zudem kann es hierdurch zu so genannten „Einbrenneffekten“ kommen. Dies bedeutet, dass es passieren kann, dass ein Bildpunkt, der sehr häufig ein und dasselbe Bild dargestellt hat, schneller altert und sich somit nicht mehr verändern lässt. Dies lässt sich speziell daran dingfest machen, dass die meisten TV-Produktionen im 4:3-Format ausgestrahlt werden, die Plasmabildschirme jedoch für das 16:9-Format ausgelegt sind, wodurch das Bild auf den Plasmabildschirmen meist mit 2 vertikalen Balken dargestellt werden muss. Diese Tatsache kann bereits nach kurzer Zeit dazu führen, dass ein 16:9 Kinofilm, der den kompletten Bildschirm ausfüllt, an den äußeren Rändern leicht aufgehellt ist. Allerdings muss man an dieser Stelle auch positiv erwähnen, dass die heute übliche Lebensdauer eines Plasmabildschirms von 60.000 Stunden bei einem täglichen Fernsehkonsum von 8 Stunden einer Lebensdauer von 20 Jahren entspricht.
Desweiteren sehen wir den relativ hohen Stromverbrauch von 300 bis 580 Watt sehr negativ, da man hier sicher in Zukunft noch einiges einsparen kann. Außerdem kritisch beurteilen wir, dass die Kammern zum Erreichen unterschiedlicher Helligkeiten in Intervallen gezündet werden, weshalb der Betrachter hier ggf. Schattenumrisse in bewegten Bildern (False Contour) sehen kann, was einem kontrastscharfen Fernsehvergnügen nicht gerade zuträglich ist. Auch der Preis liegt im Durchschnitt über dem von Geräten mit vergleichbaren LCD-Bildschirmen, wodurch die Anschaffung eines Plasmabildschirms doch etwas teurer werden dürfte und nur wenigen vorbehalten sein wird.
Fazit
Auch wenn die Plasmafernseher genauso viele Vor- wie Nachteile mit sich bringen und eine Entscheidung aufgrund der Vielzahl an Produkten und neuen Technologien beinahe unmöglich scheint, so liegt es doch ganz allein bei Ihnen, zu welchem Gerät Sie letztenendes tendieren. Wichtig ist in diesem Zusammenhang nur, dass Sie Ihre eigenen Präferenzen klar mit den Vor- und Nachteilen Ihres bevorzugten Gerätes vergleichen und auf dieser Basis Ihre Entscheidung treffen. Ihr Team von preisvergleich.org hofft jedenfalls, Ihnen mit unserer Kaufberatung für Plasmafernseher eine wichtige Hilfestellung für Ihre Entscheidung gegeben zu haben, und wünscht Ihnen einen schönen Einkauf und ein entspanntes Fernsehvergnügen.
Autor: Benjamin Payer