Einleitung
Nimmt das Zettelchaos auf ihrem Schreibtisch Überhand? Haben Sie eine wichtige Telefonnummer vergessen oder eine dringende E-Mail zu spät gelesen? Nervt Sie das Übertragen von Terminen in ihrem Papierkalender? Würden Sie gerne mobil im Internet surfen? Ja? Dann sollten Sie sich mal nach einem Personal Digital Assisstant, einem PDA, umschauen. Diese elektronischen Helfer sind wahre Multitalente im Bereich Organisation, Büro, Multimedia und Internet. Wir wollen Ihnen mit der folgenden Kaufberatung die Funktionen und Möglichkeiten aktueller PDAs vorstellen und Ihnen bei ihrer Entscheidung helfen.
PDAs für Einsteiger und Preisbewusste
Wenn Sie bisher noch keinen PDA hatten, oder lediglich die „klassischen“ Anwendungen wie Terminplaner, E-Mail, Kontakte, Aufgaben und Notizen nutzen wollen, sollten Sie sich die PDAs für Einsteiger anschauen. Diese sind oftmals schon für um die 100 Euro erhältlich. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, das die Geräte erweiterbar sind, d.h. durch den Zukauf von entsprechender Hard- oder Software sollten sich die Funktionen und Leistungsmerkmale (z.B. Speicher) erweitern lassen. Die Bedienung erfolgt in der Regel über den Touchscreen, der mit einem speziellen Stift bedient wird. Die Möglichkeit zur Synchronisation mit Programmen wie Lotus Organizer oder Outlook ist bei allen Geräten gegeben, quasi eine Grundfunktion.
PDAs für Spieler, Musik-, Film und Fotofreunde
Wenn Sie Wert auf Multimediaanwendungen legen, d.h. Sie möchten nicht nur Musik hören, sondern auch Fotos oder Filme anschauen, müssen Sie sich darauf einstellen, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, denn solche Funktionen benötigen zunächst einmal einen leistungsstarken Prozessor sowie ausreichend Speicher. Die Displaygröße sollte beachtet werden, ebenso die verfügbare Auflösung. Mit einer VGA-Auflösung von 640x480 Pixel auf einem 10cm Display werden Sie garantiert zufrieden sein. Evtl. sollten Sie sich auch einen zweiten Akku zulegen, da Multimedia-Anwendungen wahre Stromfresser sind.
PDAs für Geschäftsleute und Vielreisende

Wenn Sie beruflich oder privat viel unterwegs sind und arbeiten, wo immer Sie sich gerade befinden, benötigen Sie die Funktionalität eines Laptops, jedoch in noch kompakterer Form. Sie sollten auch Wert auf Größe und Gewicht des Geräts legen. Auch sind hier Netzwerkfähigkeit und Akkulaufzeit wichtige Faktoren. Die Bearbeitung von Word- und Excel-Dateien sollte gegeben sein, mehr noch, achten sie darauf, das auch Powerpoint-Präsentationen sowie PDF-Dokumente unterstützt werden. Wenn Sie wirklich viel unterwegs schreiben, dann lohnt sich für Sie evtl. auch die Anschaffung einer kleinen Tastatur.
Einteilung, Technik und Features
Grob betrachtet, lassen sich die auf dem Markt erhältlich PDAs in zwei Kategorien einteilen: Pocket-PCs und Smartphones. Im Folgenden werden beide Modell-Arten gegenübergestellt, um Ihnen diese Grundsatzentscheidung zu erleichtern.
PocketPC
Der übliche Pocket PC besitzt keine Tastatur, sondern ist mit einem berührungsempfindlichen Display ausgestattet, welches mittels eines speziellen Stifts bedient wird. Mit diesem Stift schreibt man die einzelnen Buchstaben direkt auf das Display oder tippt Sie auf einer virtuellen (im Display angezeigten) Tastatur ein. Auf einem PDA längere Texte zu schreiben, ist in der Regel sehr mühselig, aber zu fast allen Modellen sind kleine externe Tastaturen erhältlich. Alternativ kauft man sich gleich einen PDA mit integrierter Tastatur, welche normalerweise auch ein größeres Display besitzen, aber meist auch im Ganzen größer und vor allem schwerer als andere Modelle sind.

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Ein wichtiges Feature bei PDAs ist die Synchronisation der Daten mit dem PC. Dies geschieht in der Regel mit Hilfe einer Dockingstation, die per USB an den PC angeschlossen ist. Befindet sich der PDA in der Dockingstation, wird per Knopfdruck die Synchronisationssoftware gestartet, die die Daten auf dem PDA mit denen auf den PC abgleicht. So wird gewährleistet, das sich z.B. sowohl auf dem PDA als auch auf dem Rechner die gleichen Kontaktdaten oder Termine befinden.
Den Zugang zum Internet erfolgt bei den PDAs drahtlos, entweder direkt über ein integriertes (oder durch Hardwareerweiterung verfügbares) WLAN-Modul oder per „Umweg“ über ein Handy. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich die Netz-Verfügbarkeit in dem jeweiligen Gebiet, von dem aus der Zugang hergestellt werden soll. Die Kommunikation zwischen Handy und PDA wird entweder per Datenkabel oder drahtlos per Infrarot oder Bluetooth realisiert, wobei der drahtlosen Verbindung normalerweise der Vorzug gegeben werden sollte.
Smartphones
Smartphones bilden die Symbiose aus PDA und Handy. Wer viel unterwegs ist und ständig auf das Internet zugreifen muss, bzw. oft Faxe oder Emails versendet, findet hier genau sein passendes Gerät. Im Prinzip ist ein Smartphone nichts anderes als ein PDA, mit dem man auch telefonieren kann. Die Bedienung erfolgt bei aktuellen Modellen fast ausschließlich per Touchscreen und Stift, während ältere Modelle aufgeklappt und sämtliche Funktionen über die integrierte Tastatur gesteuert werden. Preislich liegt ein Smartphone immer über dem eines vergleichbaren Pocket-PCs, dafür bekommt der Kunde auch zwei Geräte in einem.
Palm OS vs. Microsoft Mobile 5.0
Neben der Ausstattung entscheidet auch oft das vorhandene Betriebssystem über den Kauf. Im PDA-Bereich konkurrieren seit Jahren zwei Betriebssysteme miteinander: Palm OS und Windows Mobile 2003, bzw. seit kurzer Zeit auch Mobile 5.0. Beide Systeme sind für Standardanwendungen ausreichend, der Unterschied liegt hier im Detail. So ist das Palm OS z.B. auch mit den Rechnern von Apple kompatibel, während für die Übertragung von Windows Mobile PDAs zu Apple-Rechnern spezielle Synchronisationssoftware hinzugekauft werden muss. Palm OS ist „schlanker“ programmiert, d.h. das Betriebssystem benötigt weniger Rechenpower als Windows Mobile. Dafür punktet Microsofts Handheld-Betriebssystem vor allem im Bereich Multimedia, auch das Interface, welches dem „großen“ Windows nachempfunden ist, bietet einen Vorteil, da viele Benutzer sich sofort in der Bedienung zurechtfinden. Auch sind „Handheld-Versionen“ von Word, Excel, Outlook und Powerpoint vorhanden. Der große Nachteil ist der Hardwarehunger dieses Systems.
Palm Geräte nutzen oft ein separates Eingabefeld für die Zeichenerkennung, während Windows Mobile 2003-Geräte ein virtuelles benutzen. Auch ist die Zeicherkennungssoftware bei Palm standardisiert, während die Microsoft-Nutzer aus mehreren Systemen wählen können. Aber dank diverser Drittanbieter ist für beide Betriebssysteme eine ganze Menge Software verfügbar, so das auch Microsoft Office-Dokumente von Palm OS Benutzern gelesen und editiert werden können. Da Palm OS lange Zeit den Markt dominiert hat, ist auch das Angebot an Software für dieses System etwas umfangreicher. Die übrigen Betriebssysteme sind z.B. Symbian oder Linux, wobei diese relative Exoten in diesem Bereich darstellen. Wer auf große Auswahl an zusätzlicher Software (z.B. Mediaplayer oder Spiele) Wert legt, sollte zu einem der zwei „großen“ Betriebssysteme greifen.
Spiele
Ausreichend Spiele gibt es für alle PDAs, wobei die Spiele für Windows Mobile PDAs in der Regel technisch und optisch aufwendiger sind, und oftmals „PC-Feeling“ mit sich bringen, während Palm-Spiele qualitativ schlechter abschneiden, dafür in viel größerer Zahl verfügbar sind. An Spielarten gibt es die ganze bekannte Palette: von kleinen Tüftel- und Knobelspielen über Jump-n-Runs bis hin zu Echtzeitstrategiespielen und Ego-Shootern. Hier entscheidet ganz einfach Ihr persönlicher Geschmack.
Kommunikation
PDAs bieten heute eine ganze Reihe an Kommunikationsschnittstellen, um mit anderen Geräten Daten auszutauschen. Dies ist vor allem für die Synchronisation der Daten mit dem PC relevant. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie einen SDIO-fähigen Steckplatz in ihrem Gerät haben, denn sonst können Sie dort nur Speicherkarten, aber keine zusätzlichen Geräte nutzen, wie z.B. ein GPS-Modul zur Navigation oder eine Digitalkamera für Schnappschüsse. Mittlerweile ist das Angebot an passendem SDIO-Zubehör recht umfangreich, neben Radio- und Fernsehempfängern sind auch Modems, faltbare Tastaturen und Adapter für Monitore oder Beamer erhältlich.
Energie

Nutzumg als
Navigationssystem
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Wie schon erwähnt, sind vor allem Geräte mit umfangreichen Multimediafunktionen wahre Stromfresser. Ein Großteil der aktuellen PDAs macht nach etwa 5-9 Stunden schlapp, je nach Anwendung, Netzwerknutzung und Einsatz der Hintergrundbeleuchtung. Austauschbare Akkus sind sehr zu empfehlen, auch Geräte, welche die Prozessorleistung an die jeweilige Anwendung anpassen können, haben sich in diesem Bereich bewährt und als sehr praktisch erwiesen.
PDA als Navigationssystem?
Mit Hilfe von speziellen Aufrüstsets lässt sich ein leistungsfähiger PDA zu einem voll funktionsfähiges Navigationssystem erweitern. Oftmals werden auch PDAs mit externen Navigationsmodulen als Bundle verkauft, relativ neu sind PDAs mit integrierter GPS-Antenne, was den Komfort zusätzlich erhöht.
Fazit
Welchen PDA sollen Sie nun kaufen? Die einfache Antwort: Den, der zu Ihnen passt. Lassen Sie sich nicht durch Leistungsmerkmale wie Prozessorstärke und Speichergröße mitreißen, wenn sie doch nur einen digitalen Notizblock mit Terminkalender und Adressbuch benötigen. Zudem sollten Sie, vor allem wenn es ihr erster PDA ist, das Gerät nicht nur in Augenschein, sondern auch in die Hand nehmen. Können Sie bequem Daten eingeben? Achten Sie auf die Verarbeitung des Gehäuses und testen Sie die Präzision des Touchpads. Entscheiden Sie sich lieber für ein Gerät, an dem Sie gefallen finden, als für ein leistungsfähigeres, welches aber nicht zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt.
Ihr Team von preisvergleich.org hofft, Ihnen mit dieser Kaufberatung den Einstieg in die Welt der PDAs erleichtert zu haben, und wünscht viel Spaß mit Ihrem neuen mobilen Computer.
Autor: Armin Mühl