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Preisvergleich.org Produktberater: Monitore

Einleitung

Bedenkt man, wie lange und häufig fast jeder Mensch sowohl beruflich als auch privat am Computer sitzt, überrascht es, wie oft man noch alte und völlig überholte Bildschirme antrifft. Diese sind nicht nur anstrengend für die Augen und bei längerer Benutzung unangenehm, sondern teilweise auch gesundheitsschädlich.
So gut wie alle Ausgaben des PCs nehmen wir über den Monitor war, die beste Hardware für z.B. grafisch anspruchsvolle Spiele nützt nichts, wenn die errechnete Grafikpracht aufgrund des Monitors nicht bis zu unseren Augen vordringt. Auch das Arbeiten an einem flackerfreien und emissionsarmen Bildschirm wird ein Genuss für jeden sein, der jahrelang nur ein altes Gerät verwendet hat.
Ihr Team von preisvergleich.org möchte Ihnen mit dieser Kaufberatung die zwei unterschiedlichen Techniken von aktuellen und für normale Anwender üblichen Monitoren vorstellen und Ihnen bei der Entscheidung für ein neues Ausgabegerät helfen.

Die Grundsatzentscheidung: CRT oder TFT


Röhrenmonitor

Flachbildschirm
Im normalen Gebrauch konkurrieren Röhrenmonitore (auch CRT genannt) und Flachbildschirme (auch TFT oder LCD genannt). Da beide Technologien sowohl ihre Anhänger als auch jeweils Vor- und Nachteile haben, kann jeder Benutzer nur für sich selbst entscheiden, welcher Monitor für ihn der Richtige ist. Im Folgenden werden wir nur auf die praktischen Seiten der Techniken, welche der Benutzer unmittelbar wahrnehmen kann, eingehen, auf technische Details wird nur bei Notwendigkeit eingegangen, da diese für den normalen Benutzer meist irrelevant sind.

Röhrenmonitore

Vorteile

Röhrenmonitore haben den Vorteil, auf eine altbekannte und bewährte Technik zu setzen, welche jahrzehntelang ausreifen konnte und somit enorme Verbesserungen erfahren hat. Heutige Röhrenmonitore sind nicht mit den altbekannten, flackernden und für die Augen schädlichen Geräten vergleichbar, auch wenn immer noch die gleiche Technik zugrunde liegt.
Ein weiteres wichtiges Argument für CRT-Monitore ist der Preis, der, gemessen an der Größe der Bilddiagonalen, immer noch deutlich unter dem eines Flachbildschirmes liegt.
Auch in Bezug auf die Bildqualität kann sich kaum ein Flachbildschirm mit einem durchschnittlichen CRT-Gerät messen. Schlieren oder Verzögerungen treten nicht auf, und auch der Kontrast und die Farben wirken kräftiger und natürlicher.
Zuletzt stellt bei Röhrenbildschirmen die Möglichkeit, verschiedene Auflösungen ohne Interpolation darzustellen, einen gewaltigen Vorteil dar, da Flachbildschirme auf nur eine „echte“ Auflösung festgelegt sind.

Nachteile

Ein großer Vorteil von Flachbildschirmen ist ein immenser Nachteil der Röhrengeräte: je größer das Display eines Röhrenmonitors ist, desto größer ist die Röhre und damit der Platzbedarf nach hinten. Weiterhin sind große Röhrenmonitore auch unerhört schwer, der Kauf eines großen Displays ist nur Benutzern mit viel Platz und einem großen Schreibtisch zu empfehlen.
Unter Umständen kann auch die Empfindlichkeit auf externe magnetische Felder, z.B. von Handys oder schlecht abgeschirmten Leitungen, unangenehm werden. Ist bekannt, dass derartige Störfelder im Umkreis existieren, sollte über die Verwendung eines TFT nachgedacht werden.
Weiterhin ist bekannt, dass Röhrenmonitore mehrere Strahlungsarten, unter anderem auch Röntgenstrahlen, absondern. Über die gesundheitlichen Risiken gibt es widersprüchliche Forschungsergebnisse, es sei lediglich gesagt, dass Flachbildschirme derartige Strahlung nicht erzeugen.

Wann ein Röhrenmonitor?

Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile kann man zu dem Ergebnis kommen, dass die Röhrentechnologie noch nicht tot, sondern in einigen Aspekten den Flachbildschirmen immer noch deutlich überlegen ist. Wenn Sie sich von keinem der genannten Nachteile stören lassen, ist ein Röhrenmonitor für Sie das Gerät der Wahl. Aber auch Benutzern, die einige der Nachteile gern abstellen würden, sei ein Röhrenmonitor ans Herz gelegt, wenn Sie auf die Möglichkeit, mehrere Auflösungen ohne Qualitätsunterschiede ausgegeben zu bekommen, oder auf ein absolut fehlerfreies und kräftiges Bild, Wert legen.

Wichtige technische Daten

Bei Röhrenmonitoren sollte höchste Priorität auf die maximale Bildwiederholrate gelegt werden, da diese angibt, ob ein flackerfreies Bild und somit ein entspanntes Arbeiten möglich ist. 75 Hertz sollten das absolute Minimum darstellen, ein höherer Wert ist auf jeden Fall empfehlenswert. Allerdings ist zu beachten, dass auch die verwendete Grafikkarte diese Frequenz unterstützen muss, liegt deren Höchstgrenze unter der des Monitors, kann dieser auch nur bis zur Höchstgrenze der Grafikkarte arbeiten.
In etwa dasselbe gilt auch für die verwendbaren Auflösungen, nur haben diese keine Auswirkungen auf ein flackerfreies Bild.
Röhrenmonitore werden weiter unterschieden in konvexe und plane Bildschirme. Letztere haben den Vorteil, dass Unschärfen und Reflexionen auf ein Minimum beschränkt werden, was einen deutlichen Vorteil gegenüber traditionellen Röhrenmonitoren darstellt. Leider steigt mit dieser Technik auch der Preis, wird jedoch bewusst ein hochwertiger CRT gewählt, sollte auch auf diese Eigenschaft geachtet werden.
Auch der Stromverbrauch sollte unter Umständen beachtet werden, da dieser je nach Größe des Displays gewaltig in die Höhe schießen kann.

Flachbildschirme

Vorteile

Wer einmal einen Flachbildschirm auf seinem Schreibtisch stehen hatte, wird ihn nicht mehr missen wollen. Die Platzersparnis ist wirklich enorm, der Schreibtisch wirkt viel aufgeräumter, die Aufstellmöglichkeiten vervielfachen sich. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zu Röhrenmonitoren keine Spiegelungen auftreten, somit sind kaum Grenzen beim Aufstellen des neuen Monitors vorhanden. Auch das extrem geringe Gewicht stellt einen Vorteil da, da es den Transport sehr vereinfacht.
Die meisten genannten Nachteile von Röhrenmonitoren sind zugleich die Vorteile von Flachbildschirmen, wie die Unempfindlichkeit gegen magnetische Störfelder, das Fehlen von ausgesendeter Strahlung und der deutlich geringere Stromverbrauch.

Nachteile

Blickt man von der Seite auf einen Flachbildschirm, ist das Bild deutlich schlechter als in der Frontalansicht. Dieses Problem wurde zwar schon deutlich in seinen Auswirkungen verringert, völlig verschwunden ist es dennoch nicht. Für den normalen Arbeitseinsatz ist dies jedoch irrelevant, da der Benutzer im Allgemeinen frontal vor dem Bildschirm sitzt.
Wer häufig mit verschiedenen Auflösungen arbeiten muss, wird an TFTs wenig Freude haben, da diese auf eine Auflösung festgelegt sind und andere Auflösungen umständlich berechnen müssen, was zu Verzerrungen und unschönen Bildern führen kann. Nur wenige Flachbildschirme sind in der Lage, verschiedene Auflösungen zufriedenstellend darzustellen, hat man ein bestimmtes Modell im Auge, hilft bei diesem Punkt nur Testen, um einen klaren Eindruck zu gewinnen.
Ein echtes Manko stellte die Reaktionsgeschwindigkeit dar, da dieses Problem von Röhrengeräten nicht bekannt ist. Inzwischen hat man dies größtenteils in den Griff bekommen, dennoch befinden sich weiterhin viele Geräte auf dem Markt, die Filme oder schnelle Action-Spiele nicht zufrieden stellend darstellen können, da sich bei schnellen Bildwechseln störende Schlieren und Unschärfen bilden.

Wann ein Flachbildschirm?

Für Office-Arbeiten und Ähnliches können wir Flachbildschirme uneingeschränkt empfehlen, die enorme Platzersparnis und das definitiv flackerfreie Bild sprechen eine deutliche Sprache. Wer jedoch auch Filme schauen oder Spiele spielen möchte, sollte erstens die unten genannten technischen Daten beachten und zweitens den Bildschirm der Wahl erst einmal antesten, bevor sich endgültig entschieden wird.
Qualitativ hochwertige Flachbildschirme haben zwar auch einen stolzen Preis, jedoch werden die meisten hier genannten Nachteile immer mehr in den Hintergrund gedrängt und die wahre Leistungsfähigkeit dieser Technik tritt nach vorn.
Auch wenn Ihre Grafikkarte über einen digitalen DVI-Ausgang verfügt, könnte sich ein TFT für Sie lohnen, da die ausschließlich digitale Übertragung der Bilddaten große Vorteile bei der Bildqualität bringt.

Wichtige technische Daten

Die Reaktionszeit gibt an, wie schnell ein Pixel die Farbe wechseln kann, was extrem wichtig ist, um die angegebene Schlierenbildung zu vermeiden. Verlassen Sie sich hierbei nicht auf die vom Hersteller angegebene Reaktionszeit, wenn diese nur für grau-grau Werte gilt. Die eigentlich relevante Reaktionszeit wird für schwarz-weiß-schwarz angegeben, nur ein niedriger Wert garantiert auch ein schlierenfreies Bild. Weiterhin sollte ein Flachbildschirm den angesprochenen DVI-Eingang besitzen, um die digitale Bildübertragung zu ermöglichen. Weitere für die Bildqualität entscheidende Angaben sind das Kontrastverhältnis und die Helligkeit, hier sind höhere Werte besser.

Fazit

Die Entscheidung, ob ein traditioneller Röhrenbildschirm oder doch ein Flachbildschirm das Gerät Ihrer Wahl sein soll, müssen Sie selbst treffen, wir hoffen jedoch, Ihnen mit dieser Kaufberatung ein wenig Licht ins Dunkel der technischen Daten und Besonderheiten der einzelnen Technologien gebracht zu haben. Wägen Sie Vor- und Nachteile realistisch ab, um nur zu kaufen, was für Sie persönlich notwenig und empfehlenswert scheint. In jedem Fall wünscht Ihnen Ihr Team von preisvergleich.org viel Spaß und ein entspanntes Arbeiten mit Ihrem neuen Gerät.

Autor: Sebastian Hösel

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