Allgemeines
Wenn der Entschluss fällt, einen neuen Fernseher anzuschaffen, steht vor allem eine Frage im Raum: möchte man auf Erprobtes und Altbewährtes setzen und einen Röhrenfernseher wählen, oder soll der irgendwann unweigerliche Schritt in die Zukunft getan werden und ein LCD (Liquid Crystal Display)- oder Plasma-Fernseher das Gerät der Wahl sein. Ihr Team von preisvergleich.org möchte Sie bei dieser Wahl unterstützen, indem wir Ihnen alle drei Techniken verständlich und ohne unnötige technische Details vorstellen und Ihnen so die Möglichkeit geben, ganz nach Ihren eigenen Wünschen das für Sie passende Gerät zu finden.
Zur ausführlichen Kaufberatung für Plasma-Fernseher
Vorteile eines LCD-Fernsehers
Auf den ersten Blick natürlich sofort auffällig ist die immense Platzersparnis nach hinten, welche durch das Fehlen einer Röhre zum
Erzeugen der Bilder zu begründen ist. Dies gibt dem Besitzer eines solchen Gerätes viel mehr Möglichkeiten, den Fernseher als schön anzusehenden Einrichtungsgegenstand zu verwenden und relativ frei im Raum zu platzieren. Auch der Transport gestaltet sich deutlich einfacher als bei einem herkömmlichen Fernseher, da das Gewicht merklich geringer ist. Weiterhin ist noch anzuführen, dass ein solches Gerät im Gegensatz zu einem Röhrenfernseher keinerlei möglicherweise gefährliche Strahlung abgibt und nicht von umliegenden magnetischen Feldern beeinflusst wird. Ein weiteres Plus stellt die sehr hohe Auflösung dar, durch die sich LCD-Fernseher hervorragend für die HDTV-Darstellung eignen und die außerdem durch ein sehr scharfes Bild in Verbindung mit der Flimmerfreiheit für ein angenehmes, entspanntes Ferrnseherlebnis sorgt. Aus diesem Grund können Sie mit einem LCD-Fernseher auch bei fast allen Lichtverhältnissen problemlos fernsehen.
Nachteile eines LCD-Fernsehers
Aufgrund der relativ langsamen Reaktionsgeschwindigkeit der Kristalle kann es zu Nachzieheffekten kommen, die dem Betrachter das Gefühl geben, als würde das Bild Schlieren ziehen. Deswegen sind LCD-Fernseher, wenn größere Bildschirmdiagonalen verwendet werden, der Plasma-Technologie noch deutlich unterlegen. Da die LCD-Technik jedoch ständig weiterentwickelt wird, gehen Experten davon aus, dass sie die Plasma-Technik auch im großformatigen Segmentbereich immer mehr verdrängen wird. Ein weiteres Problem der LCD-Technik war außerdem der geringe Betrachtungswinkel, der dazu führte, dass der Zuschauer von der Seite nur sehr wenig auf dem Bildschirm erkennen konnte. Diesem Problem wurde jedoch mit neueren Techniken wie IPS Abhilfe geschaffen. Des Weiteren sollte man bei größeren Geräten den Stromverbrauch auf jeden Fall im Auge behalten, da dieser mit zunehmender Diagonale des LCD-Bildschirms ebenfalls zunimmt.
Funktionen und Features
Funktionsweise
Anders als Plasmabildschirme strahlen LCD-Fernseher selbst kein Licht ab. Im Prinzip bestehen sie aus speziellen Flüssigkristallen, die sich zwischen zwei mit Polarisationsfiltern bestückten Glasscheiben befinden, und deren Lichtdurchlässigkeit durch elektrischen Strom verändert werden kann. Die Hintergrundbeleuchtung, die eine Leuchtstoffröhre erzeugt, wird von den Polarisationsfiltern entweder durchgelassen oder ausgesperrt. Je nach dem, wie viel Strom hierbei durch diese geleitet wird, gelangt mal mehr und mal weniger Licht durch sie hindurch, wodurch dann das gewünschte Bild entsteht.
Bildformat

16:9-Format
www.samsung.de
Die meisten Fernsehsendungen werden zwar derzeit noch im 4:3-Format ausgestrahlt, dennoch arbeiten die meisten LCD-Ferseher mit dem immer gängigeren 16:9-Format und sind in der Lage, Bilder, die in anderen Formaten gesendet werden, an das größere Format anzupassen, was prinzipiell durch Ausdehnen oder Zoomen geschieht. Gegebenenfalls kann es hierbei zu leichten Verzerrungen kommen, unter denen dann die Bildqualität etwas leidet.
Bildschirmgröße
In diesem Zusammenhang kann man zwischen kleinen (unter 25“), mittleren (zwischen 25“ und 29“) und großen Bildschirmen (jenseits der 30“) unterscheiden. Momentan geht die Tendenz eher hin zu kleineren LCD-Geräten, da das Bild bei größeren Bildschirmen aufgrund der Notwendigkeit von mehr Transistoren ggf. etwas verschwommen wirken kann, worunter dann sowohl Farbe als auch Kontrastschärfe leiden. Man kann aber bereits jetzt schon sagen, dass mit fortschreitender Entwicklung immer größere LCD-Fernseher auf den Markt kommen werden.
Bildschirmtiefe

www.samsung.de
Ein wesentlicher Vorteil der LCD-Bildschirme gegenüber den herkömmlichen Röhrengeräten ist die immense Platzersparnis, mit der ein LCD-Bildschirm aufwarten kann. In der Regel sind die Bildschirme sogar unter 3“ tief (flach), was dem Nutzer die unterschiedlichsten Möglichkeiten bezüglich der Positionierung im Raum bietet. So kann man sie im besten Fall sogar einfach wie ein Bild an die Wand hängen, gerade für Fernsehfreunde mit kleinen Wohnzimmern könnte dies die Lösung ihres Platzproblems sein.
Aktiv- und Passiv-Matrix
Die älteren Passiv-Matrix-Displays werden lediglich über zwei Elektroden angesteuert, wodurch keine elektrische Ladungsspeicherung stattfinden kann und die Flüssigkristalle nach einiger Zeit wieder in ihren Ursprungszustand zurückkehren. Aus diesem Grund müssen die Flüssigkristalle in regelmäßigen Zeitabständen erneut angesteuert werden. In den neueren Aktiv-Matrix-Displays hingegen erfolgt deshalb eine elektrische Ladungsspeicherung über einen Kondensator, der sich in jeder einzelnen Zelle befindet. Jeder dieser Kondesatoren verfügt über einen Transistor (Thin-Film-Transistor = TFT), der in der Lage ist, die angelegte Spannung auf die jeweiligen Kondensatoren weiterzuleiten. Da aufgrund dieses aktiven Bauelements und mit Hilfe des Kondensators eine größere Ladung über einen größeren Zeitraum gespeichert werden kann, steigt die mittlere Leuchtdichte und die Kontrastschärfe nimmt ebenfalls zu.
Multifunktionale Displays
Da die meisten LCD-Bildschirme mit bspw. Composite Video, S-Video, Komponenten-Videokabel und einem oder mehreren RGB SCART-Anschlüssen ausgestattet sind, können sie sehr flexibel eingesetzt werden und müssen nicht, wie ein herkömmliches Röhrengerät, immer nur einem einzigen Zweck dienen. So können sie z. B. auch als Computerbildschirm genutzt werden, wobei man sich, bedingt durch die hohe Auflösung, auf ein sehr scharfes Bild freuen kann.
Lichtquelle
Gerade die Lichtquelle ist bei LCD-Bildschirmen von großer Bedeutung, da man mit einer defekten Lichtquelle (Glühlampe etc.) ein schlechtes Bild erhält und das Gerät somit nicht mehr zu gebrauchen wäre. Achten Sie daher beim Kauf unbedingt darauf, dass man die Glühlampe in ihrem Gerät austauschen kann und/oder kaufen Sie ein Produkt eines Markenherstellers, der Ihnen eine Garantie auf die Lebensdauer der Lichtquelle gibt. Somit können Sie bereits vorab etwaige Unannehmlichkeiten vermeiden und müssen keine weiteren Überraschungen befürchten.
Auflösung
Ist die Auflösung bei den herkömmlichen Röhren-Bildschirmen noch von einer eher geringeren Bedeutung, da hier selbst VGA (640x480) für ein sehr gutes Bild ausreicht, so sind LCD-Bildschirme häufig auch in der Lage, das Bild in XGA (1024x768) oder W-XGA (1280x768) darzustellen. Aber der subjektive Eindruck ist hier entscheidend. Wir empfehlen daher, den Bildschirm selbst zu testen und speziell auf das Verhalten bei schnellen Bildwechseln bezüglich Kontrastschärfe und Bildqualität zu achten.
Frequenz
Die neuen LCD-Bildschirme können im Vergleich zu den herkömmlichen Röhrengeräten mit einem weitaus größeren Frequenzspektrum als den üblichen 50 oder 100 Hz aufwarten. Die dadurch möglich werdenden höheren Bildwiederholungsfrequenzen sind dabei in der Lage, das Entstehen von Unschärfe, die gerade beim Wechsel von hellen zu dunkleren Bildern auftreten kann, auf ein Minimum zu reduzieren, was der Kontrastschärfe natürlich sehr dienlich ist und für ein flimmerfreies Bild sorgt.
Stromverbrauch
Zwar hat die Einführung der LCD-Technik zunächst zu einer drastischen Reduzierung des Stromverbrauchs geführt (ca. 1/3 im Vergleich zu einem Röhrenfernseher), jedoch stellen gerade größere Bildschirme und ein Trend hin zu einer immer heller werdenden Innenarchitektur höhere Anforderungen an die Bildschirme. Das spiegelt sich natürlich auch im Stromverbrauch wieder, der sich proportional zu Größe und Helligkeit entwickelt. Während 17“-Bildschirme im 16:9-Format sich noch mit 40-50 Watt begnügen, haben 40“-Bildschirme, welche mit der 6-fachen Fläche aufwarten, auch einen 6 Mal so hohen Stromverbrauch von ca. 300 Watt und damit dreimal mehr als ein Röhrengerät mit 70 cm Bildröhre. Eine Lösungsmöglichkeit zur Reduktion des Stromverbrauchs könnte die aktive LED-Technik darstellen, die das Licht direkt im Pixel und mit der gewünschten Farbe erzeugt, wodurch der Stromverbrauch um ein Vielfaches zurückgehen würde.
Installation

Enorme Möglichkeiten
durch Wandaufhängungen
Sollten Sie ihr Gerät nicht an Wand oder Decke platzieren wollen, können Sie die komplette Installation prinzipiell selbst durchführen. Anderenfalls sollten Sie jedoch besser einen Fachmann zu Rate ziehen, der eine solche Installation schon mehrfach durchgeführt hat und sich im Klaren ist, worauf es ankommt. Es wäre sicher nicht in Ihrem Sinne, wenn eines Tages Ihr neu erstandener Fernseher aufgrund einer fehlerhaften Anbringung von der Decke fällt.
HDTV und HD ready

High-Definition Television (HDTV) ist der weltweit gültige und hochauflösende Videostandard, der eine Bildqualität bietet, die
der von 35 mm Filmen nahe kommt. Aufgrund einer fünfmal höheren Zeilenauflösung im Vgl. zu PAL wird zudem ein gestochen scharfes Bild im Format 16:9 geboten. HDTV ist ein Aufnahme- und Produktionsstandard, der überwiegend in der Film- und Sendeabwicklung der Fernsehanstalten eingesetzt wird. In Japan und Amerika ist HDTV bereits der Sendestandard, in Europa hingegen ist man erst auf dem Weg, dieses Format als den neuen Sendestandard zu etablieren.
Mit dem „HD ready“ -Logo sind in diesem Zusammenhang alle Geräte gekennzeichnet, die die Vorraussetzungen bezüglich Anschlüssen, Bildformaten, Auflösungen sowie Frequenzen erfüllen, um HDTV abspielen zu können.
HDMI
Durch HDMI (High Definition Multimedia Interface) erreicht man eine 100%-ige Übertragung aller Video- und Audiosignale und erhält damit die Gewährleistung einer perfekten Bild- und Tonqualität beim Anschluss des Fernsehers an bspw. DVD-Player oder Spielekonsole. Diesen Standard zu verwenden erscheint sehr empfehlenswert, denn auch ein hochwertiger Fernseher kann keine DVDs optimal wiedergeben, wenn Daten auf dem Weg vom DVD-Player zum Fernseher verloren gehen.
Fazit
Ob im Endeffekt die Entscheidung auf einen LCD-Fernseher fällt, oder ob doch ein Röhren- oder sogar Plasmafernseher präferiert wird, liegt allein in Ihrer Entscheidung. Das Team von preisvergleich.org hofft, Ihnen mit dieser Kaufberatung für LCD-Fernseher gedient zu haben, und wünscht einen entspannten Einkauf und ein vergnügliches Fernseherlebnis.

Kommentare von Usern: