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Preisvergleich.at Produktberater: Disketten-/ZIP-Laufwerke

Einleitung

Wer heutzutage Daten austauschen will, tut dies mit Hilfe von CD und DVD, durch Speicherkarten und mit USB-Sticks. Aber auch wenn aus diesem Bereich die klassische Diskette oder auch Floppy-Disk fast vollständig verdrängt wurde, gibt es dennoch weiterhin gute Gründe, nicht auf ein Diskettenlaufwerk zu verzichten. Im Folgenden werden einige Situationen aufgeführt, in denen die Diskette weiterhin ein nützlicher Helfer sein kann, und auch die wenigen, für den Anwender relevanten technischen Details, sollen nicht unerwähnt bleiben. Außerdem soll eine Sonderform der Diskette, die so genannte Zip-Diskette des Herstellers Iomega kurz beleuchtet werden.

3,5“ Diskettenlaufwerk

Intern oder Extern

Vor dem Kauf eines Diskettenlaufwerkes stellt sich die Frage, ob das Laufwerk in den PC eingebaut oder von außen angeschlossen werden soll.
Interne Laufwerke sind günstiger und der Standard, externe Laufwerke hingegen eignen sich dann, wenn mehrere PCs ein Diskettenlaufwerk benötigen oder das verwendete Gehäuse keinen Laufwerkschacht in der richtigen Größe bietet.
Externe Laufwerke werden fast ausschließlich für den USB-Port angeboten, der verwendete Standard spielt aufgrund der geringen Lese- und Schreibgeschwindigkeit von Disketten keinerlei Rolle.

Die Kapazität

Eine handelsübliche Diskette kann 1,44 Mb speichern, was im Vergleich zu anderen üblichen Speicherlösungen völlig untergeht. So bietet ein normaler CD-Rohling über 450-mal mehr Speicherplatz, d.h. der Inhalt von über 450 Disketten könnte auf einer einzigen CD gespeichert werden. Dies erklärt natürlich, warum die Diskette im heutigen Datenverkehr keinerlei Rolle mehr spielt.

Iomega Zip-Laufwerk

Die Bezeichnung Zip ist ein eingetragener Markenname der Iomega Corporation. Das Zip-Medium wurde Anfang der 1990’er Jahre entwickelt und stellte mit seiner Kapazität von 100 MB eine wahre Revolution gegenüber der herkömmlichen 3,5“ HD Diskette mit ihren 1,44 MB dar. Die Medien waren relativ günstig und auch das Laufwerk so erschwinglich, dass sich Zip sehr bald sowohl im Office- als auch im Home-Segment etablierte. Die Technik entspricht im Wesentlichen der einer normalen Diskette bzw. Festplatte: Datenbits werden magnetisch auf einer rotierenden Platte im Inneren der Zip-Diskette gespeichert und gelesen.

Intern oder extern

Das Zip-Laufwerk wird als interne Lösung für den 3,5“ Gehäuseschacht, aber auch als externes Laufwerk angeboten. Die interne Lösung kann per SCSI- oder IDE-Schnittstelle betrieben werden, die externe Variante konnte ursprünglich nur über die Parallele und SCSI-Schnittstelle mit dem PC verbunden werden. Seit der Etablierung der USB-Schnittstelle sind auch USB Geräte erhältlich. Aufgrund der Portabilität der externen Variante und dem nur marginalen Preisunterschied war und ist bis heute das externe Zip-Laufwerk absatzführend gegenüber der internen Lösung.

Die Kapazität

Während die ursprüngliche Kapazität der Zip-Medien 100 MB betrug, gibt es heute Zip Medien mit 100, 250 und 750 MB. Die Kosten für die Medien sind relativ hoch. So kosten zehn 100 MB Zip-Disketten rund 109 €, zehn 250 MB Disketten rund 117 € und zehn 750 MB Disketten rund 136 €.

Anwendungsgebiete

CD, DVD und auch USB-Sticks bieten kapazitätstechnisch weitaus größere und auch preislich deutlich günstigere Alternativen der Datenspeicherung und Weitergabe als Zip-Medien. Trotzdem findet Zip bis heute Anwendung in zahlreichen Office-Betrieben. Die Erklärung ist simpel: Zip ist ein sehr robustes und zuverlässiges Medium. Die sensiblen Magnetplatten sind durch das Mediengehäuse geschützt und können so Jahrzehnte überdauern. Das macht den Einsatz von Zip insbesondere zur Erstellung inkrementeller Datensicherungen, die nicht soviel Speicherplatz benötigen, so interessant.

Warum überhaupt noch ein Diskettenlaufwerk?

Starthilfe

Bei älteren PCs kann es vorkommen, dass nicht von Anfang an die CD-Laufwerke erkannt werden. Wenn dies der Fall ist, ist ein Diskettenlaufwerk die einzige Möglichkeit, ein Betriebssystem zu installieren, indem die zur Benutzung der Laufwerke nötigen Treiber mit Hilfe einer Startdiskette installiert werden. Dieses Problem ist aber bei modernen PCs nicht mehr vorhanden, hier werden die Laufwerke automatisch erkannt.

Festplattenprobleme

Soll ein neuer PC, in welchem eine moderne SATA-Festplatte arbeitet, in Betrieb genommen werden, kann sich jedoch je nach verwendetem Mainboard ein neues Problem auftun: Unter Umständen ist eine Treiberinstallation mit Hilfe einer der Festplatte beiliegenden Diskette notwendig, bevor die Platte in Betrieb genommen werden kann. Wohl dem, der jetzt ein Diskettenlaufwerk sein Eigen nennt, ohne dieses kann sich die Installation eines neuen Betriebssystems sehr schwierig gestalten.

Sensible Updates

Das Aktualisieren des BIOS oder des integrierten Treibers von Laufwerken kann Probleme bereiten, wenn dies von Windows aus bewerkstelligt werden soll. Sicherer und unkomplizierter funktioniert das Erstellen und Laden einer Startdiskette, auch dazu ist logischerweise ein Diskettenlaufwerk nötig.

Fazit

Brauchen Sie nun als normaler Benutzer ein Diskettenlaufwerk? Haben Sie einen modernen PC, dazu ein Mainboard, welches die automatische Erkennung von SATA-Festplatten unterstützt und außerdem kein Interesse, neue Treiber für BIOS und Ihre Laufwerke aufzuspielen, ist kein Diskettenlaufwerk nötig. Aber selbst in diesem Fall sollten Sie über den Kauf eines Diskettenlaufwerkes nachdenken, da sich erfahrungsgemäß dennoch manchmal Nutzungsmöglichkeiten auftun. Hinzu kommt der geringe Preis, ca. 10 Euro für ein internes Laufwerk sollte eigentlich jeder PC-Benutzer aufbringen können. Die Notwendigkeit eines Zip-Laufwerkes ist hingegen bestreitbar – insbesondere in Anbetracht des heute relativ hohen Anschaffungspreises und der äußerst teuren Medien. Die Anschaffung eines Zip-Laufwerkes sollte nur in äußerst speziellen Fällen in Erwägung gezogen werden.
Ihr Team von preisvergleich.org hofft, Ihnen mit dieser Kaufberatung für Disketten- und Zip-Laufwerke behilflich gewesen zu sein, und wünscht Ihnen einen entspannten Einkauf und unproblematischen Betrieb.

Autoren: Sebastian Hösel;Ahmet Altun

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