Einleitung
Wie bei vielen anderen technischen Geräten, ist es beim Beamerkauf enorm wichtig, sich vorher damit auseinander zu setzen, für was man den Beamer eigentlich benutzen möchte. Darüber hinaus ist es wichtig, sich einen preislichen Rahmen zu setzen, den man nicht überschreiten sollte. Auch die Räumlichkeit, in der der Beamer zum Einsatz kommt, sollte nicht außer Acht gelassen werden, da es gerade von den Verdunklungsmöglichkeiten sehr stark abhängt, welchen Beamer man anschaffen sollte.
Ihr Team von preisvergleich.org möchte Ihnen mit dieser Kaufberatung eine Hilfestellung geben, damit Sie näher an Ihrem eigenen Bedarf kaufen können.
Einsatzzweck
In der Lehre

Fest installierter
Beamer
Wenn Sie Ihren Beamer im Lehrbereich, sprich in öffentlichen Einrichtungen, betreiben wollen, so gilt es hier, verschiedene Anforderungen zu erfüllen. Entscheidend ist die Frage, ob der Beamer mobil eingesetzt werden soll, oder nicht. Ein mobiler Beamer sollte nicht nur klein und leicht sein, sondern auch mit den unterschiedlichsten Lichtverhältnissen klar kommen. Bei einem festinstallierten Beamer sollte die Größe des Raumes nicht vergessen werden. Für die Befestigung sorgt hier normalerweise eine Deckenhalterung. Zusätzliche sollte man sich Gedanken zum Thema Diebstahlschutz machen. Für Beamer mit Deckenhalterungen gibt es diverse Lösungen, angefangen von einer Art Kabelschloss, bis hin zu einem Käfig aus Metall, in den der Beamer gesetzt wird.
Da der Beamer häufig mit Laptop-nativen Auflösungen auskommen muss, ist es sinnvoll, auf eine kompatible Auflösung des Beamers zu achten.
Im Unternehmen

Auch im Unternehmenseinsatz gibt es einiges zu beachten. Konferenzräume lassen sich häufig schlecht abdunkeln, so dass es wichtig ist, einen leuchtstarken Beamer zu haben. Da meist nur Präsentationen oder Grafiken dargestellt werden, ist auch hier eine computernative Auflösung zu empfehlen. Ebenso gilt, dass ein mobiler Beamer robust und leicht sein sollte.
Zusätzlich ist ein hoher Kontrast hilfreich, um alle Anwesenden an der Präsentation teilhaben zu lassen.
Zu Hause
Zu Hause kann der Beamer in unterschiedlichen Bereichen angewendet werden, z.B. für Filme vom PC oder DVD-Spieler oder aber auch als Ersatz für den Fernseher.
Die Leuchtstärke ist hier allerdings nicht so entscheidend, da man Privaträume normalerweise gut abdunkeln kann. Gerade im Heimkinobereich ist die Auflösung von entscheidender Bedeutung. Hier sollte man eine 16:9 Auflösung wählen, um in den vollen Kinogenuss zu kommen. Der Geräuschpegel des Gerätes sollte dabei so niedrig sein, dass auch in leisen Filmszenen wenig bis nichts vom Beamer zu hören ist. Letzten Endes spielt auch die Anschlussvielfalt eine entscheidende Rolle, da man schließlich für alle Fälle gerüstet sein möchte.
Technologien
LCD
Projektoren mit LCD-Technologie arbeiten vom Prinzip her wie ein TFT-Monitor. Diese Methode ist relativ kostengünstig, weshalb auch sehr viele Beamer im Einstiegssegment mit dieser Technologie ausgestattet sind. Ein weiterer Vorteil ist ihre Bedienfreundlichkeit, da hier fast immer der Grundsatz von Plug&Play gilt: Einstecken und loslegen!
Natürlich gibt es bei der LCD-Technik auch einige Nachteile. Hier ist zu sagen, dass die Leuchtstärke begrenzt und der Einsatz in hellen Räumen nicht zu empfehlen ist. Zudem gibt es Schwierigkeiten bei der Darstellung von sattem Schwarz, da bei genauerem Hinsehen die vom TFT bekannte Rasterstruktur auf der Leinwand oder Wand zu erkennen ist.
DLP
Diese von Texas Instruments lizenzierte Technologie arbeitet mit Hilfe von Halbleiterchips, auf denen für jeden Bildpunkt ein kleiner Spiegel platziert ist, der einzeln angesteuert werden kann. Je nach Preisklasse ist ein Chip entweder für alle Farben zuständig, oder jede Grundfarbe erhält ihren eigenen. Dadurch lässt sich ein weitaus klareres Bild erzeugen und es gibt kein störendes Rastermuster wie beim LCD. Außerdem sind die Projektoren dabei um einiges leiser. Hinzu kommt, dass DLP-Projektoren durch ihre kleine Bauform sowie eine bessere Leuchtkraft gerade im Unternehmenseinsatz Vorteile bieten.
Die Nachteile sind nicht nur der höhere Preis, sondern auch die Gefahr von Regenbogeneffekten, da es hier durch die höhere Leuchtkraft gerade bei der Farbe grau passieren kann, dass die Farben blasser wirken als eigentlich bezweckt.
LCos
Auch bei dieser Art von Projektoren werden die Bilder mit Flüssigkristallen erzeugt. Diese Technologie ist zwar noch nicht so verbreitet, aber gerade im Heimkinobereich mit Auflösungen wie SXGA sehr von Vorteil, da neben der genannten sehr hohen Auflösung auch ein hervorragendes Kontrastverhältnis möglich ist.
Momentan ist diese Technik leider noch sehr teuer, ob sie sich durchsetzten kann, muss sich noch zeigen.
Röhren
Dies ist die älteste Technik und so auch in Röhrenmonitoren zu finden. Hier gibt es für jede Grundfarbe eine eigene Bildröhre, durch Überlagerung wird dann das Bild zusammengesetzt. Diese Technik bietet den höchsten Kontrast und die besten Farben, gerade für den Heimkino-Bereich gibt es nichts Besseres. Jedoch sind diese Projektoren nicht nur sehr groß und schwer (70 kg sind keine Seltenheit), sondern auch sehr teuer. Auch die Einrichtung ist sehr kompliziert, und die Bedingungen, die an den Raum gestellt werden, sind sehr hoch.
Funktionen und Eigenschaften
Helligkeit
Überall muss der Beamer gegen die Helligkeit des Raumes ankämpfen. Während im abgedunkelten Raum schon 500 Lumen ausreichen, um ein gutes Bild zu liefern, sind es in einem normalen Raum schon mindestens 1000. In hellen Büros sind 2000 Lumen das Mindeste. Je höher die Leuchtkraft, umso höher der Stromverbrauch und umso kürzer die Lampenlebensdauer. Heller ist demnach immer auch sehr viel teurer.
Zudem wird eine hellere Lampe auch wärmer und muss besser gekühlt werden, was zu einer höheren Lautstärke führt, der bedachte Benutzer sollte hier genau überlegen, was seine Ansprüche sind, und nicht beim Kauf über das eigentliche Ziel hinausschießen.
Auflösung
Es gibt mittlerweile viele verschieden Auflösungen. Angefangen bei SVGA mit 800x600 Bildpunkten über XGA mit 1024x768 Bildpunkten bis zur vollen HD Auflösung mit 1920x1080 Pixeln. Je höher die Auflösung, umso höher auch die Bildqualität.
Aber hohe Auflösungen bedeuten auch hohe Kosten. Für einen Beamer, der nur Präsentationen zeigt, ist es sinnvoll, eine Auflösung zu wählen, die direkt vom Computer unterstützt wird. Hier reicht SVGA oder XGA völlig aus.
Im Heimkinobereich sieht es natürlich anders aus. Hier möchte man keine 4:3 Auflösung, sondern gleich 16:9 oder HD. Im bezahlbaren Bereich befinden sich Projektoren, die eine WXGA (1280x720) Auflösung bieten, womit sich auch HD Material gut abspielen lässt.
Projektionsabstand
Beim Projektionsabstand werden zwei Zahlen angegeben. Die erste gibt an, wie nah eine Leinwand maximal sein darf, und die zweite den maximalen Abstand. Bei einem kleinen Raum sollte man darauf achten, dass auch bei geringem Projektionsabstand ein großes Bild erzeugt werden kann. Hier unterscheiden sich die Modelle zum Teil erheblich, da jeder Hersteller eigene Technologien einsetzt. Wir können Ihnen nur raten, vor dem Kauf Ihr Zimmer, in dem der Beamer dann stehen soll, auszumessen, um eine wohlbedachte Entscheidung zu treffen und späteren Ärger zu vermeiden.
Kontrast
Je größer das Kontrastverhältnis ist, desto besser erscheint das Bild. Für Präsentationen ist auch ein Wert unter 800:1 schon ausreichend, wenn gute Abdunklungsmöglichkeiten bestehen. Für ein beindruckendes Heimkino-Erlebnis ist ein wesentlich höherer Wert jedoch von großem Vorteil. Allerdings kann leider auch hier keine derart vereinfachte Regel zur Anwendung kommen, da die Aussagekraft der Kontrastangaben von Hersteller zu Hersteller schwankt. Somit sollte das Kontrastverhältnis zwar in die Kaufentscheidung einfliesen, diese jedoch nicht bestimmen.
Lampe
Beim Kauf eines Beamers sollte man in den Kaufpreis auch direkt den Preis für eine Ersatzlampe einrechnen. Die Lampenlebensdauer beträgt in der Regel zwischen 1500 und 3000 Stunden. Je nach Beamermodell gibt es einen ECO Modus, der die Lebensdauer der Lampe noch mal erhöht. Die Preise für Ersatzlampen bewegen sich zwischen 200 und 900 Euro und sind somit nicht gerade niedrig, sich vor dem Kauf über die Preise für Ersatzlampen zu informieren, erspart so manche böse Überraschung.
Zubehör
Leinwand
Um ein ordentliches Bild zu bekommen, ist es eigentlich zwingend notwendig, den Beamer mit einer Leinwand zu kombinieren, da die Farben auf der Tapete immer wesentlich schlechter wirken. Die Leinwand sollte dabei an den Projektor angepasst werden, so dass der projezierte Bild die gesamte Fläche ausfüllt und keine weißen Streifen lässt, da diese Lichtquellen gerade bei Filmen sehr störend sind. Vor dem Kauf kann man sich die benötigte Größe leicht ausrechnen, solange man eine feste Vorstellung hat, an welcher Stelle genau Beamer und Leinwand installiert werden sollen.
Fazit
Auch wenn es eine Vielzahl unterschiedlichster Beamer auf dem Markt gibt, so hoffen wir von preisvergleich.org dennoch, dass wir Ihnen mit unserer Kaufberatung bei der Suche nach einem Ihren Ansprüchen gerecht werdenden Produkt hilfreich sein konnten. Das Wichtigste ist hierbei ganz klar, seine eigenen Ansprüche an das gewünschte Gerät schon zu Beginn klar zu definieren, um so nah wie möglich an Ihren eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen zu kaufen!

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