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Yusuf Islam "An other cup" - vom 30.11.2006


Bildquelle: laut.de

„An Other Cup“, eine vollkommen neue Tasse?

Yusuf Islam, alias Cat Stevens, meldet sich nach 29- jähriger Abstinenz mit seinem neuen Album „An Other Cup“ zurück.
Allein der Name des Interpreten gibt Anlass zu Diskussionen. Dabei stellt sich dem gewillten Hörer die Frage: „Alles nur eine Provokation oder doch ein Album mit Tiefgang?“. In jedem Fall ist die charakteristische Stimme Islams in seiner Brillanz und Eindringlichkeit auf dem neuen Tonträger hörbar. Der jahrelange Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Drogen war diesem Prozess dabei äußerst zuträglich.
Die Melodieführung des Albums ist streckenweise äußerst dicht an alte Alben Stevens angelegt. Damit ist eine geringe Klangvielfalt entstanden, die stärker Widererkennungseffekte als Innovationen aufweist. Auch der Versuch des erfolgreichen Produzenten Rick Nowels, der für Madonna, Dido oder Rod Stewart arbeitet, fernöstliche Klangelemente in die Melodien Islams einzubauen, ergibt keine deutliche Aufwertung der Kompositionen.
Textlich fährt Yussuf das Motto:“ Souls, statt Girls“ und verfolgt damit die Absicht seine religiösen Erfahrungen, Werte und Normen, dem Hörer zugänglich zu machen. Auch kleinere Textpassagen im Booklet zielen auf diese Wirkung ab, die allerdings beim Hörer keine große Wirkung erreicht.
Die samtweiche Stimme Islams ist auch heute noch ein echtes Erlebnis und lädt zum Träumen und Kuscheln ein. Ein guter Musiker bleibt dabei ein guter Musiker und wird nicht plötzlich ein Prediger. Auch für Islam gilt die Weisheit, nur wer sich ändert bleibt sich treu. Leider ist dies auch bei „An Other Cup“ der Fall, was das Album nicht neu aber dennoch hörenswert macht.
Quelle: laut.de
Autor: JW

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