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YouTube und MySpace - Universal klagt, Werner einigt sich - vom 19.09.2006

Die mittlerweile zum Kult gewordenen Internetseiten, bei denen man eigenes oder fremdes Videomaterial hochladen kann, stehen wohl vor einer Klage durch "Universal Music", dem weltweiten Marktführer im Musikgeschäft.

Die Klage bezieht sich dabei auf eine Verletztung des Copyrights und einer Copyrightgebühren-Zahlung von mehreren Millionen US-Dollar.

Obwohl die Uploadportale von verschiedenen Musikfirmen für die eigenen Marketingziele eingesetzt werden, sieht "Universal Music" diese Internetseiten als Copyrightverletzend an.

Es geht wohl nicht nur um offizielle Musikvideos, welche laut "Universal Music" unerlaubterweise auf YouTube und MySpace angeschaut werden können. Es gehe wohl auch um Musikstücke, welche bei selbstproduzierten Videos benutzt oder nachgesungen werden.

Bisher wurde keine offizielle "Kriegserklärung" verlautbart, aber ein kurzes Statement von den Anwälten des Musikkonzerns lässt darauf schließen, dass etwas geschieht. Zitat: "Wie wir mit diesen Unternehmen umgehen, wird man demnächst sehen".

MySpace scheint mit "Universal Music" Gespäche zu führen, YouTube hingegen nicht.

"Werner Music" widerrum gibt wohl Musikstücke sowie professionelle Musikvideos für YouTube frei. Diese Partnerschaft soll am Ende dieses Jahres starten.

So ist es dann in Zukunft erlaubt in den eigenen Amateurvideos Musikstücke der Künstler des Musiklabels zu verwenden. Einige Musicvideos der "Werner Music"-Künstler werden auch bei YouTube zu sehen sein.

Zudem wird spezielles Bonusmaterial zu sehen sein, welches nicht durch das Fernsehen und Radio verwertet wird oder dafür geeignet ist. So werden womöglich ähnlich wie von Bonus-DVDs bekannt, Interviews, Making-offs und andere Specials angeboten.

Ein Identifikations- und Abrechnungssystem wird momentan eigens von YouTube entwickelt, welches urheberrechtsgeschützte Medieninhalte erkennen und abrechnen soll. Das heißt vermutlich, dass selbst Amateurkünstler, welche die Musik dieses Labels für ihre eigenen Videos benutzen, zur Kasse gebeten werden; dieses stehe jedoch noch nicht fest.

Chad Hurley (Geschäftsführer und Mitbegründer von YouTube) sagte in der Pressemitteilung: "Die Partnerschaft mit Warner Music ist einer der größten Meilensteine für unsere Firma und Community, und es ist ein vorbildhaftes Beispiel für die neue Medienbewegung ... Indem wir eine neue Möglichkeit geben, Medieninhalte zu verbreiten, ebenen wir den Weg für Medienfirmen, Geld aus dem beträchtlichen finanziellen Potential der benutzergenerierten Inhalte zu ernten."

In den USA gehören YouTube und MySpace zu den Top 20 Internetseiten.

YouTube hatte alleine im August 2006 eine Downloadanzahl von über 100 Millionen.

Quelle: gamestar.de, youtube.com, computerbase.de
Autor: rw

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