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Videospiele verkaufen sich besser - vom 30.01.2007

Videospiele haben im Jahr 2006 einen kräftigen Aufwind erhalten. Die Vertreter von Xbox, Nintendo und Playstation, aber auch die Handys, haben bei ihren Spielen deutlich zugelegt. Im PC-Spielebereich hat sich dagegen wenig verändert.

Neue Trends

Die Einnahmen für die Spiele-Hardware (Konsolen) beliefen sich auf 487 Mio. Euro. Dies sind 115 Mio. Euro mehr als im Jahr 2005 (372 Mio. €). Bei den Spielen sind es 780 Mio. Euro, im Jahr 2005 waren es noch 702 Mio. Euro.
PC-Spiele haben nur ein Umsatzplus von 3 Mio. Euro gegenüber dem Jahr 2005 (500 Mio. €). Der neue Trend scheint eindeutig in Richtung Spielekonsolen und Handygames zu gehen.

Woran liegt's?

Bei den PC-Spielen kommen zu den Spielekosten (~50 €), die schon fast Konsolenspielniveau (~60 €) erreicht haben, noch die immensen Hardwarekosten dazu. Für ein hochklassiges Spiel mit entsprechender Grafik muss man heutzutage eine Grafikkarte im Wert von 400 - 500 € im Rechner arbeiten lassen. So kommen für einen erstklassigen, für die Zukunft gerüsteten Rechner schonmal 1.500 - 2.000 Euro zusammen, die Spiele noch gar nicht mitgerechnet.
Bei Konsolen ist es einfacher. Eine Xbox-360 oder Playstation 2 sind schon für unter 400 Euro zu haben. Aufrüsten fällt bei Konsolen weg und die Spiele laufen flüssig. Wenn man also nur zocken will, sollte man dies alles sorgfältig abwägen.
Wer aber auch arbeiten, Musik hören, DVDs schauen usw. will, ist mit einem PC natürlich besser beraten.

Ein anderer Grund für das schwache Plus bei PC-Spielen sind wohl die Raubkopien, die trotz Kopierschutz schon immer einfacher zu realisieren waren als bei den Konsolenvertretern. Auch die Verschiebung zum kostenpflichtigen, legalen Herunterladen von Spielen anstatt des Kaufs beim Händler trägt zu den schwachen Zahlen bei.

Quelle: www.golem.de
Autor: cl

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