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"Tristan und Isolde" auf DVD - vom 23.04.2007

Man wähnt ihn bereits tot, als der noch junge Engländer Tristan (James Franco) an die irische Küste gespühlt wird. Dort findet ihn Prinzessin Isolde (Sophia Myles), die ihn pflegt, ihre wahre Identität allerdings ihm nicht offenbart. Es dauert nicht lange, und die beiden verlieben sich ineinander, doch scheiden sie, ohne dass Tristan wüsste, wer Isolde wirklich ist. Zwar wird er bei seiner Heimkehr euphorisch begrüßt, doch drängt es Tristan von nun an nur noch gen seiner Geliebten. Das Schicksal bringt sie wieder zusammen, doch anders als die beiden es sich erhofft hatten: Als Teil eines Friedensvertrages heiratet Isolde - aber nicht Tristan, sondern dessen Herren, Lord Marke. Diese Konstellation beschwört die Tragödie nahezu zwangsläufig herauf...

"Tristan und Isolde", die aktuelle Verfilmung des spätantik-mittelalterlichen Tristan-Stoffes, ist opulent inszeniertes Hollywood-Kino, bei dem sich jeder das für ihn Interessante rauspicken kann: bombastische Schlachtengemälde kontrastieren verhältnismäßig minimalistische, sehr ruhige Episoden harmonischer Zweisamkeit des Liebespaares, so dass man sich schwer tut, ihn als wahlweise reinen 'Männer-' oder 'Frauenfilm' zu klassifizieren, da bei der Zusammenstellungen der Szenen wirklich Zielgruppen optimierend vorgegangen worden ist. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass es sich bei "Tristan und Isolde" weniger um eine werks- respektive mythengetreue Umsetzung handelt (sofern eine solche bei der oral tradierten kymrischen Heldenepik überhaupt möglich ist), sondern um eine allgemeine Liebesgeschichte vor einer bestimmten historischen Kulisse. Genreliebhaber dürfen sicher ein Auge riskieren, ob sie nun Historisches oder Romantisches aus Hollywood bevorzugen.

Quelle: amazon.de
Autor: mw

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