Thermaltake Mozart TX: Computergehäuse der Extraklasse - vom 22.12.2006
Der in der Moddingszene bekannte Hersteller Thermaltake präsentiert in seiner Super Tower Serie das neue Gehäuse für Home Server PCs. Das Thermaltake Mozart TX ist wahrlich ein Leckerbissen für Anwender, die gerne viel Platz in ihrem Computergehäuse haben – sei es zu Erweiterungszwecken, um einzelne Komponenten leichter ein- und ausbauen zu können oder um eine gute Kühlung zu erzielen. Tatsächlich sieht das Gehäuse aufgrund seiner Abmessungen wie ein kleiner Kühlschrank aus - die beinahe quadratische Gehäuseoberseite bietet sich ideal als Ablagefläche an. Soll es jedoch unter dem Schreibtisch platziert werden, kann es schnell eng für die Beine werden.
Ein besonderes Highlight des Gehäuses ist die Möglichkeit, zwei Mainboards parallel einzubauen. Insgesamt ist das Gehäuse in vier thermale Zonen eingeteilt, von denen drei sogar physikalisch getrennt sind. Dieses Konzept verspricht eine optimale Kühlung der verschiedenen Komponenten im Inneren. Das Gehäuse ist vollständig aus Aluminium gefertigt und somit mit 9 Kilogramm Leergewicht nicht so schwer, wie es auf den ersten Blick erscheint. Ein Nachteil der unbehandelten Aluminiumoberfläche ist jedoch die Anfälligkeit für Kratzer. Sollten Gegenstände auf dem Gehäuse abgestellt werden, so empfiehlt sich die Benutzung einer Unterlage. Die Tasten zum Einschalten und Reset des Systems sind rechts, relativ weit unten, angebracht. Eine Platzierung weiter oben am Gehäuse, wie bei den externen USB-, IEEE1394 Firewire-, Audio- und eSATA-Anschlüssen der Fall, wäre angenehmer gewesen. Das Thermaltake Mozart TX ist neben dem Enermax Chakra das erste Gehäuse mit externem eSATA-Anschluss (wir berichteten). Unter diesen Anschlüssen befindet sich eine verdunkelte Plexiglasscheibe, die gegen ein bei Thermaltake optional erhältliches LC-Display getauscht werden kann. Dieses informiert, wenn gewünscht, über Lüfterdrehzahlen und Gehäusetemperaturen.
Im Gehäuse können insgesamt beinahe ein Dutzend Lüfter installiert werden – drei 120 mm Gehäuselüfter sind bereits werksseitig angebracht. Kleiner, jedoch nicht unerheblicher Wehmutstropfen: die vorinstallierten Lüfter produzieren eine Lautstärke von beinahe 46 dB (Dezibel). Die Anbringung von leiseren Lüftern seitens Thermaltake wäre hier wünschenswert. Die Seitentüren des Gehäuses lassen sich im 90 Grad Winkel wegklappen. Leider ist ein vollständiges Abnehmen der Türen nicht möglich, was bei manchen Arbeiten im Inneren störend sein kann. Das Gehäuse ist sowohl mit als auch ohne Blickfenstern in den Türen erhältlich.
Optische Laufwerke und Festplatten werden aufgrund der Gehäusebreite des Mozart TX nicht untereinander, sondern nebeneinander installiert. Auf der rechten Seite befinden sich die Einschübe für CD- und DVD-Laufwerke im 5,25 Zoll Format, auf der linken Seite für Festplatten im 3,5 Zoll Format. Um den Ein- und Ausbau der Laufwerke zu erleichtern, kann der Laufwerksschlitten leicht aus dem Gehäuse entfernt werden. Gut von Thermaltake gelöst ist die Gummierung der Festplattenaufnahmen, um störende Vibrationen und somit Geräuschentwicklungen zu vermeiden. Der Einbau von Steckkarten ist auf allen Slots aufgrund der Länge des Gehäuses sehr komfortabel. Selbst die äußerst langen Grafikkarten der neuen nVidia 8800 Serie passen problemlos.
Die Verarbeitungsqualität des Mozart TX ist überzeugend. Einzig die hohe Geräuschentwicklung lässt noch zu wünschen übrig. Die unverbindliche Preisempfehlung seitens Thermaltake liegt bei 215 € für die Version mit Sichtfenstern in den Seiten.
Thermaltake Mozart TX
- Maße: 330 x 360 x 720 mm
- Kühlung: Front bis zu 5 x 120 mm, Rückseite bis zu 5 x 120 mm + 1 x 80 mm
- Einbauschächte: 1 x 7" extern, 5 x 5,25" extern, 6 x 3,5" intern, 1 x 3,5" extern
- Frontanschlüsse: eSATA, 4 x USB2.0, IEEE1394 Firewire, Audio
- Gewicht: 9 kg
Bild/Quelle: planet3dnow.de, thermaltake.de
Autor: AA