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The Fratellis "Costello Music" - vom 29.01.2007

Schottischer Geradeaus-Rock

Oft stellt der klägliche Versuch, durch möglichst anrüchige und provozierende Covers von den eigentlichen Inhalten einer CD, der Musik, abzulenken, eine ebenso scham-, wie erfolglose Darbietung dar. Was unter dem Strich eine CD wirklich ausmacht, bleibt dem potenziellen Käufer einer CD somit nicht verborgen. Auch das Cover des Debütalbums der The Fratellis Scheibe ist eine solch visuelle Provokation, die anderes als bei mittelmäßigen Bands aber keinesfalls von der musikalischen Güte des Gesamtwerks abzulenken braucht. Die drei schottischen Rocker um Frontmann Jon Fratelli, der gleichsam Namensgeber der Band ist, spielen phasenweise Musik in Richtung der Libertines, aber auch in Richtung Mando Diao. Eine wirkliche Zugehörigkeit ist allerdings nicht deutlich hörbar.

Was zu hören ist, nennt sich Indierock vom Feinsten. 13 Tracks werden dem geneigten Hörer nur so um die Ohren gehauen, die durch ihre abwechslungsreichen Tempiwechsel durchaus zu gefallen wissen. Noise, mal schnell, mal langsam, aber immer eingängig und stellenweise zum Mitgröhlen, macht das Besondere der Musik der drei Glasgower aus. Zwar sind manche Lieder auffallend einfältig, gestalten sich aber beim mehrmaligen Hinhören zu echten Hits, die durchaus das Potenzial haben, die Indiehymnen 2007 zu werden! Man darf also gespannt sein, ob man „Chelsea Dagger“ oder „Everybody knows you cried last night“ des Öfteren zu hören bekommt.

Wer übrigens die drei live erleben möchte, dem sei empfohlen, eines der Ende Januar, Anfang Februar stattfindenden Deutschlandkonzerte zu besuchen. Es lohnt sich in jedem Fall!

Quelle: laut.de
Autor: JW

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