Norah Jones "Not too late" - vom 29.01.2007
Altbewährtes in dritter Auflage.
Die zarte, in New York geborene, hoch dekorierte Künstlerin veröffentlicht ihr neues Album. Eine Bilderbuchkarriere legte die heute 26jährige Jones bis dato hin. Das musikalische Talent wurde Norah Jones dabei in die Wiege gelegt und zieht sich wie ein roter Faden durch ihr bisheriges Leben. Ihre beiden Vorgängeralben ["Come away with me", "Feels like home"] schlugen wie eine Bombe ein und heimsten überall auf der Welt Auszeichnungen ein und machten Jones zeitweise zu der am meisten verkauften Künstlerin weltweit.
 Bild: capitolmusic.de
Nun ist „Not too late“ erschienen und verspricht genau wie die Vorgängeralben ein echter Verkaufsschlager zu werden. Das Album ist wiedererwarten sehr soul- und jazzlastig, damit kommt wieder die Einmaligkeit der Musik von Norah Jones zum Tragen. Die 13 Tracks des Albums könnten allerdings etwas mehr Würze vertragen und sind folglich auch ohne Mühe mit Tracks der beiden Vorgängeralben austauschbar. Der Güte der gefühlvoll-warmen Lieder tut dies allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil, wer auf die Massentauglichkeit und den Widererkennungseffekt von Musik setzt, wird mit diesem Album bestens bedient! Grund solide und wohl durchdacht sind die Lieder von Jones, die zu der starken Wohlfühlatomsphäre, die das Album versprüht, beitragen. Neben der Arbeit an „Not too late“ hat Norah Jones mit einigen Musikerfreunden eine kleine Jameszession in der Musikrichtung Swing und Country eingespielt, die im März 2006 unter dem Namen "The little willies" erscheinen ist. Dieses Album gilt wohl als ein experimentierfreudiges Seitenprojekt der Künstlerin, dem sie durchaus auch in „Not too late“ stärkerer Beachtung hätte schenken können.
Trotzdem geht die Erfolgsgeschichte der Norah Jones ungebremst weiter.
Quelle: laut.de
Autor: JW
|