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Microsoft plant eigenes in Vista integriertes Bilderformat - vom 31.01.2007

Weltweit werden digitale Bilder und Fotos inzwischen in dem Bildformat JPEG abgespeichert. Aus diesem Grund kann es sich heutzutage eigentlich kein Hersteller eines Grafikbearbeitungs-Programmes erlauben, dieses Format nicht in seine Software zu integrieren. Microsoft will dies nun ändern und plant bereits seit mehreren Jahren mit einem eigenem Bilderformat, das bereits in seinem neuen Betriebssystem Windows Vista integriert ist, JPEG vom Markt zu verdrängen.

Windows Vista ist seit dieser Woche offiziell zu haben. Doch der Software-Konzern Microsoft hat erkannt, dass er mit Betriebssystemen alleine nicht mehr wachsen kann, und wendet sich nun immer mehr in die Richtung digitaler Unterhaltung. Dazu gehören neben Musik und Video auch Foto- und Bildbearbeitung. Um auf dem Markt punkten zu können, plant man nun ein eigenes Bilder-Format, das das allseits beliebte JPEG vom Markt verdrängen soll. Bereits im letzten Jahr begann man für das Projekt mit dem Namen „Windows Media Photo“ Werbung zu machen. Im November wurde es in „HD Photo“ umbenannt, um mögliche Kunden nicht durch das typische „Windows“ im Titel abzuschrecken. Das HD steht dabei für „high definition“ wie etwa beim HDTV oder der HD-DVD.

Mit der Veröffentlichung von Windows Vista, welches natürlich HD Photo unterstützt, gibt das neue Format nun sein Debüt. Der Produktmanager von Microsoft, Josh Weisberg, ließ nun verlauten, dass es Microsofts großes Ziel sei, dass HD Photo eines Tages als Standardformat für digitale Fotos verwendet wird.

Im Vergleich zu dem älteren Format JPEG zeigt HD Photo eine größere Farbtiefe und feinere Details. Ein weiterer Vorteil: Bei gleicher Qualität braucht das neue Format nur die Hälfte des Speicherplatzes im Vergleich zu dem älteren. Doch obwohl es mit dem Format JPEG2000 bereits ein besseres Format gibt, hat sich das alte gehalten und nicht verdrängen lassen. Microsofts Versuch, seiner Zeit die MP3 mittels seines eigenen Formats WMA zu verdrängen, sei gescheitert. André Kramer, Redakteur der Computerzeitschrift c´t, ist davon überzeugt, dass es dem Software-Giganten nicht gelingen wird, das Format vollständig zu verdrängen.

Nach Prognosen des US-amerikanischen Konzerns werden bis zum Ende des Jahres mindesten 100 Millionen Menschen weltweit in der Lage sein, ihre Fotos im HD Photo-Format zu speichern. Dazu zählen alle, die bis dahin Windows Vista erstanden haben und bei dessen Installation HD Photo auf dem PC ebenfalls eingerichtet wurde.

Des Weiteren steht Microsoft bei seinem Versuch, das Format zu pushen, nicht alleine. Unter anderem will auch Adobe mit Photoshop CS3 HD Photo unterstützen. Photoshop ist eines der bekanntesten professionellen Grafikprogramme.

Bis jetzt sieht es allerdings noch nicht so aus, als ob Microsoft den Kampf gewinnen könnte. Die meisten Nutzer werden weiterhin das bekannteste Format verwenden, und dieses ist bis jetzt noch JPEG.

Quelle: welt.de
Autor: mb

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