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"Miami Vice" auf DVD - vom 29.12.2006

Der Wust der Fernsehserien, die den Weg auf die Kinoleinwand gefunden haben, nimmt mittlerweile unüberschaubare Größen an: "Star Trek", "Drei Engel für Charlie", "Ein Duke kommt selten allein", "Mit Schirm, Charme und Melone", "Akte X", "Shaft"... Die Liste ließe sich wohl endlos fortsetzen und wird neuerdings um "Miami Vice" bereichert.

Sonny Crockett (Colin Farrell ["Nicht auflegen!", "Minority Report"]) und und Ricardo Tubbs (Jamie Foxx ["Jarhead - Willkommen im Dreck", "Ray"]) sind Polizisten in Miami, einer Hochburg des Drogenhandels und Verbrechens jedweder Natur. Als eine sorgfältig geplante Operation fehlschlägt, gilt es, den Maulwurf zu enttarnen. Zu diesem Zweck werden die beiden in die Organisation des skrupellosen Kartellchefs Montoya (Luis Tosar ["Öffne meine Augen", "Montags in der Sonne"]) eingeschleust, der von den Bergen Paraguays aus seinen illegalen Geschäften nachgeht...

Was Michael Mann mit der Kinoadaption seiner eigenen Schöpfung vorlegt, hat nicht mehr viel mit der ursprünglichen Serie zu tun. Sicherlich, Crockett und Tubbs sind immer noch damit beschäftigt, in Schnellbooten und Sportwagen gut auszusehen, doch präsentiert der Regisseur in "Miami Vice" jene Art Action, die schon seinen Klassiker "Heat" berühmt werden ließ und auch in seinem mittlerweile vorletzten Film, "Collateral", zu finden war: Die Kombination einerseits gänzlich durchästhetisierter Bilder und andererseits einer Action, die nie völlig die Verbindung zu einer realistischen Darstellung verliert, war es, die Mann zu einem Markenzeichen wurde und ihn zu einem der renommiertesten Action-Regisseure der Gegenwart werden ließ. Zwar vermag "Miami Vice" nicht, "Heat" das Wasser zu reichen, doch ist der Film einer jener Genrevertreter, die Action mit einer gewissen Ernsthaftigkeit gekonnt zu kombinieren wissen. Trotz seiner Vorlage ist "Miami Vice" ein ungewöhnlich 'erwachsener' Actionfilm geworden - was bei dem Werdegang seines Schöpfers allerdings nur wenig verwundert.

Autor: mw

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