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Ligretto - vom 19.04.2007

Eines der turbulentesten Kartenspiele ist wohl Ligretto, ein Spiel, das drauf und dran ist, sich zu einem wahren Klassiker des Kartenspiels zu mausern. Eigentlich ist das Prinzip ganz einfach: Jeder Spieler hat einen Stapel von zehn Karten verdeckt und drei Karten offen vor sich liegen. Die restlichen seiner Karten hält der Teilnehmer verdeckt auf der Hand und muss sie nun loswerden, indem er sie entsprechend ihrer Farbe und in aufsteigender Zahlenfolge im Kreise seiner Konkurrenten zu neuen Stapeln türmt. Hat er seine Handkarten durchgearbeitet, kann er sie, wenn er will, mischen oder in unveränderter Reihenfolge erneut beginnen. Sollte sich eine der drei offen vor ihm liegenden Karten zum Ablegen auf einem der Stapel anbieten, sollte er die Gelegenheit wahrnehmen, da der nun frei gewordene Platz von einer der zehn verdeckten Karten belegt wird - und wenn dieser Stapel abgebaut ist, ruft der Spieler 'Ligretto', womit er das Spiel beendet, aber nicht unbedingt gewinnt. Sieger ist derjenige, der die meisten Karten ablegen konnte, wobei die von den ursprünglich zehn Karten übrig Gebliebenen als Minuspunkte in die Endabrechnung mit einfließen.

Der eigentliche Clou bei Ligretto ist allerdings: Es gibt keine Runden: Jeder Mitspieler zieht und legt Karten mit der Geschwindigkeit, die er für angemessen hält, so dass ein großes Nebeneinander entsteht, eine seltsame Parallelität von Autismus und Interaktion. Freude bereitet es allemal - doch zerrt es genauso an den Nerven und treibt den Adrenalinpegel in die Höhe. Definitiv eine rasante und kurzweilige Abwecheslung, wenn Uno mal langweilen sollte..

Quelle: amazon.de
Autor: mw

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