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"Intimacy" auf DVD - vom 19.04.2007

Selbst wenn der geneigte Cineast meint, es könne nichts Neues geben und man habe ohnehin schon alles gesehen, tauchen unverhofft doch immer wieder Filme auf, die positiv überraschen - "Intimacy" zum Beispiel.

Die Grundkonstellation ist ganz simpel: Regelmäßig treffen sich im London zu Beginn dieses Jahrtausends ein Mann und eine Frau und schlafen miteinander. Sie wissen nichts voneinander, kennen weder den Namen des anderen noch dessen Leben - stattdessen genügen sie sich in ihrer Körperlichkeit. Eines Tages jedoch will er, ein Musiker, der ohne Vorankündigung seine Familie verließ, mehr über sie herausfinden, folgt ihr heimlich und erfährt mehr und mehr über ihre Existenz als Mutter und Gattin. Allerdings bleiben sowohl sein Wissen als auch sein Hinterherspionieren nicht ohne Folgen für die Beziehung mit der (bisher) Unbekannten.

Natürlich ist die Handlung einfach gestrickt und erinnert überdies an "Der letzte Tango in Paris", doch ändert dies nichts daran, dass "Intimacy" als desillusioniertes Kammerspiel durchaus als gelungen bezeichnet werden darf. Das Bild, das vom modernen Leben in der (Groß)Stadt gezeichnet wird, ist ein ödes, ein tristes, ein hoffnungsloses. Glück kann gar nicht anders als temporär sein, und wenn man es mal erfährt, arbeitet man geradezu zwanghaft daran, sich dieser Empfindung zu berauben. Die Freude versiegt - selbstverschuldet. "Intimacy" ist gewiss ein interessanter Film, der es verdient hat, dass man ihm eine Chance gibt.

Quelle: amazon.de
Autor: mw

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