"Handyparken" in Deutschland auf dem Vormarsch - vom 28.02.2007
Es ist immer wieder ein Ärgernis: Da hat man endlich nach einer Nerven aufreibenden Suche einen Parkplatz gefunden, will ein Parkticket lösen und schaut dann in die gähnende Leere seiner Geldbörse. In zehn deutschen Städten ist dieses Szenario bereits obsolet. Denn hier können Parkplatz Suchende per Handy ein Ticket lösen. Und dieser Service wird rege genutzt, wie jetzt eine Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien ergab.
So nutzten schon 50000 Autofahrer in Berlin, Hannover oder Flensburg den mobilen Bezahldienst. Weitere Städte wie zum Beispiel Görlitz oder Detmold planen bereits die Einführung. Das System funktioniert bis auf wenige Unterschiede in allen Städten gleich. Die Nutzer müssen sich einmal im Internet anmelden und ihre Kontodaten, das Autokennzeichen und die Mobilfunknummer angeben. So getan, muss beim Parken lediglich eine Servicenummer angerufen werden. Das System erkennt automatisch die Mobilfunknummer, ordnet das Auto zu und beginnt die Zeitzählung. Zum Stoppen der Zeit muss der Parkende wieder die Servicenummer anrufen. Am Ende des Monats werden sämtliche Parkminuten abgerechnet und vom Konto abgebucht.
Angestellte des Ordnungsamtes können übrigens per Taschencomputer erkennen, ob der Betreffende gezahlt hat. Auch wenn in Deutschland das "Handyparken" an Popularität zunimmt, sind wir im Vergleich zu Skandinavien immmer noch Entwicklungsland. In Deutschland liegt die Quote bei fünf, in Nordeuropa bei teilweise über 20 Prozent. Um das "Handyparken" in Deutschland flächenmäßig einführen zu können, muss erst noch ein Gesetzt geändert werden, da die derzeit praktizierenden Kommunen dies nur auf Grundlage einer Ausnahmeregelung tun. Die gesetzliche Gleichstellung mit dem gedruckten Parkschein soll noch in diesem Jahr vollzogen werden. Quelle: computerbase.deAutor: TD
|