Filter fürs Internet für Jugendliche und Kinder unzuverlässig - vom 31.03.2007
Im Internet sind
nicht nur Seiten vorhanden, welche für Kinder und Jugendliche
Informationen bereithalten, sondern auch Seiten, die ihnen
Schaden könnten - sei es durch Bilder, Videos oder Texte.
Da Kinder und vor allem Jugendliche ohne elterliche Aufsicht surfen, sorgt in den meisten Fällen eine
spezielle Filtersoftware für den Schutz. So werden Internetseiten mit Pornografie, Gewaltdarstellungen oder Nazi-Propaganda nicht angezeigt. Das
Computermagazin c’t zeigte aber nun, dass solche
Sicherheitsprogramme leicht zu umgehen sind und teilweise nicht richtig filtern. So wurden eigentlich unerwünschte Internetseiten dargestellt und erwünschte Seiten, wie zum Beispiel Aufklärungswebseiten, welche besonders für Jugendliche interessant sind, gesperrt.
Dabei gehen die Programme mit so genannten Whitelists und Blacklists vor.
Die Whitelists eignen sich besonders für jüngere Kinder, da man bei diesem System nur diejenigen Internetseiten einträgt, welche besucht werden dürfen. Ab einer bestimmten Anzahl von Internetseiten oder wenn Kinder und Jugendliche anfangen, selbstständig zu suchen, hat diese Liste meistens keinen Sinn mehr.
In dem Fall greifen die Blacklists besser, auf denen Internetseiten eingetragen werden, die nicht angezeigt werden sollen. Auch Schlagwörter können in die Liste eingetragen werden, nach denen die Webseiten durchsucht und dann entsprechend gesperrt werden.
Doch beide Listen haben ihre Schwachstellen.
Die einzigen Programme, die einigermaßen überzeugen konnten, waren die T-Online Kinderschutz-Software und Net Nanny. Sie filterten zwar ebenfalls nicht 100%, doch blockierten sie das schlimmste.
Für die Zukunft erhofft man sich Alternativen, welche über Hardware z.B. wie den Router filtern. Das Betriebssystem Windows Vista ist das erste Betriebssystem, welches eine integrierte Kindersicherung aufweist, die aber schnell und einfach umgangen werden kann. Dies ist aber bei allein Kindersicherungen der Fall, da schon allein der gesicherte Modus diese umgehen kann. Die Sicherheitssoftware sollte eher als Unterstützung angesehen werden, während die Eltern selbst den Kindern Medienkompetenz vermitteln müssten, so Axel Kossel, c’t-Redakteur.
Quelle: de.internet.com
Autor: mn