AMD Grafik-CPU - vom 28.02.2007
AMDs neuer Chipsatz 690G mit Grafik ist schneller als Intel
Das bedeutet schnelle interne Grafik für Vista und Media Center-PCs mit HDMI. Die Chipsätze 690G und 690V sind die ersten ATI-Chips unter dem Namen AMD. Der integrierte Grafikkern, so heißt es, soll um einiges schneller sein als die Chips anderer Hersteller. Zielgruppe sind Büro-PCs und einfache Media Center. Die Chipsätze sind für alle AMD-Prozessoren geeignet, die auf den Sockel AM2 passen und mit DDR 2-Speicher arbeiten. Unterschiede zwischen dem 690G und 690V gibt es. Der 690G hat interne Unterstützung für die Bildausgabe via HDMI und DVI, weshalb das V-Modell auch etwas günstiger ist, da die Lizenskosten für HDMI und für den Kopierschutz HDCP entfallen.
Wie für ATI üblich ist, werden die Chips Radeon X1250 (690G) und X1200 (690V) genannt. AMD zeigt damit, dass die Entwicklung durch die zugekauften ATI-Teams vorangetrieben wurde. Die Grafik wird nach DirectX 9 arbeiten und das Shader Model 2.0 verwendent. Somit sind beide Chips für die 3D-Effekte von Windows Vista-Aero geeignet und stellen diese auch ausreichend schnell dar. Auch das schnelle Fensterverschieben und der 3D-Flip in Aero funktionieren sehr flüssig. Auch bei Spielen zeigt sich AMD selbstsicher und behauptet, dass der Chip schneller arbeite als zum Beispiel eine Geforce 6100 von nVidia oder Intels 965G-Chipsätze.
Ein anderer Test mit dem Benchmark 3DMark05 zeigte, dass ein Core 2 Duo E6600 und 965G insgesamt 741 Punkte erreichten, während ein Athlon64 X2 5000+ mit 690G 843 Punkte erreichte. Das ist zwar ein ansehnliches Ergebnis für integrierte Grafik, aber reicht für aktuelle Spiele noch bei weitem nicht aus - zumindest für Spiele mit hohen Grafikdetails und Auflösungen. Eine aktuelle Grafikkarte für unter 100 Euro erreicht hier das Doppelte.
Laut AMD werden die neuen Chips schon seit ein paar Wochen ausgeliefert. Wenn man in näherer Zukunft einen Komplett-PC sieht und im Beiheft eine Radeon X1250-Grafik angegeben ist, wird es sich wohl um eine integrierte Grafik auf dem Mainboard handeln und nicht um eine PCI-Express-Karte.
Quelle: www.golem.de
Autor: rt
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